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Das Gold.
Die gesummte Goldproduction Californiens, also mit Einschluß der im Landeselbst verbliebenen sowie der ohne Declaration ausgeführten Summen wird zum Theilin den nämlichen Berichten, denen die vorstehende Specifikation der declarirten Ver-schiffung entnommen ist, in runden Summen wie folgt angegeben:
1848: 8,000000 Dollars, 1852: 65,000000 Dollars,
1849: 25,000000 „ 1853: 68,000000 „
1850: 40,000000 „ 1854: 68,000000 „
1851: 56,000000 „ 1855: (70,000000 Dollars).
Der bei weitem größte Theil des in Californien gefundenen Goldes wurde biszum Jahre 1854 in der Hauptmünze der Vereinigten Staaten in Philadelphia ge-münzt. Dieses Verhältniß hat sich geändert, seitdem in San-Francisco selbst eineöffentliche Münzanstalt errichtet ist. Die Errichtung derselben ward durch Congreß-acte vom 2. Juli 1852 genehmigt: im Sommer 1853 wurden die ersten Vorkeh-rungen zur Ausführung dieses Beschlusses getroffen, und seit April 1854 hat dieMünze in San-Francisco ihre Thätigkeit begonnen. Im Jahre 1855 wurden inderselben 1,174443 Unzen Gold deponirt, welche einen Ertrag lieferten von 17,598500Dollars in Münze, 3,270595 Dollars in rohen Barren und 88788'/? Dollars inraffinirten Barren. Diese Ausmünzung in San-Francisco selbst, sowie der Umstand,oaß Californien im Jahre 1855, statt wie früher große Massen Cerealien und andere Ar^tikel einzuführen, selbst schon davon ausgeführt hat, erklären, daß ungeachtet dernicht abgenommenen Goldproduction die Ausfuhr von Gold im letzten Jahre gegenfrüher beträchtlich geringer geworden ist.
Der Entdeckung des Goldreichthums Californiens sollte bald die ebenso überra-schende und der Bedeutung nach damit durchaus rivalisirende Auffindung der Gold-felder eines andern Landes folgen. Noch war man im Staunen über die neuen ka-lifornischen Goldzuflüffe befangen und erging sich in allerlei Vermuthungen über dieRevolution im Zinsfuß und in den Preisen, welche diese Eoldvermehrung unauf-haltsam zuwege bringen müsse, als im Sommer des Jahres 1851 die Kunde nachEuropa gelangte, in den südöstlichen Theilen des australischen Continents seien gleich-falls unermeßliche Goldfelder entdeckt worden. Man nahm auch diese Nachricht an-fangs mit ziemlich allgemeinem Mistrauen auf, allein die Sache verhielt sich wirk-lich so. Schon früher war von Gelehrten aus der geologischen Struktur des Lan-des aufs bestimmteste gefolgert worden, es 'müsse sich dort Gold vorfinden, undman hatte auch wirklich schon bei verschiedenen Gelegenheiten Gold daselbst ange-troffen; aber alles Dieses war bis dahin nicht weiter beachtet worden. Da aber wardein gewisser Hargreaves, der kurz vorher die kalifornischen Goldlager durch Augen-schein kennen gelernt hatte und dem die entsprechenden geologischen Verhältnisse inAustralien aufgefallen waren, am 12. Febr. 1851 in der Nähe von Bathurst dereigentliche praktische Entdecker des dortigen Eoldreichthums. Auch hier trat sogleichdas Goldfieber in seiner crassesten Gestalt auf, und die Aufsuchung und Ausbeutungder Golddistricte ward mit aller Leidenschaft und Ausdauer betrieben. Die Ergie-bigkeit der anfänglich bearbeiteten Goldfelder in der Colonie Neusüdwales wurde abernoch übertreffen durch die etwas später aufgefundenen Goldlager in verschiedenenGegenden der Colonie Victoria, deren Hauptstadt Melbourne für die Goldverschif-sungen und die Versorgung einer zahlreichen Minenbevölkerung in diesem Theile derWelt bald einen gleichen Rang einnahm wie San-Francisco in Californien.
Die verschiedenen Angaben über den Betrag der Goldgewinnung in den au-stralischen Colonieu und selbst über die Verschiffungen aus Sidney und Melbournevariiren für die verschiedenen Jahre; im Ganzen und Großen stimmen die Resultateder verschiedenen Berichte indessen übcrein. Nachstehende Notizen (bis 1854 incl.)sind den dem britischen Parlament über die australischen Colonie» vorgelegten Pa-pieren entnommen.