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Zwöflter Band.
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Das Gold.

im Jahre 1852: circa 14,000000 Thaler,

„ „ 1855: „ 57,000000 „

„ „ 1854: „ 51,000000 „

„ „ 1855: „ 66,000000 „

Vor allem tritt uns die Frage entgegen, wird die Ausdehnung der Goldwäh-rung noch weiter als bisher fortschreiten, oder werden diejenigen Staaten, welchegegenwärtig die reine Silherwährung noch aufrechterhalten, dabei verharren undGoldmünze auch künftig nur als Waare gelten lassen? Es wird die Erörterungdieser wichtigen Frage erleichtern, wenn wir unsere Aufmerksamkeit einem maßgeben-den concreten Falle zuwenden, und zwar Deutschland hierbei ins Auge fassen, wojetzt (mit Ausnahme von Bremen und den irrelevanten einzelnen herkömmlichenZahlungen in Gold in einigen andern Staaten) die Silberwährung in vollständigerGeltung ist. Denn das läßt sich nicht bezweifeln, wenn außer Großbritannien undden britischen Colonien, den Vereinigten Staaten, Frankreich — anderer Länder hiernicht weiter zu gedenken — auch ganz Deutschland Gold als hauptsächliches Zahl-mittel und als Werthmaßstab anerkennen würde, so werden die dann noch übrigbleibenden europäischen Staaten ebenfalls die Silberwährung verlassen, oder, wennsie es nicht thun, wird ihre Ausnahmsstellung von sehr untergeordneter Bedeutungfür das Ganze bleiben.

Daß in Hinsicht des Geld- und Münzwesens, an und für sich betrachtet, sichGold besser als Silber dazu eignet die Münzeinheit und den allgemeinen Werth-maßstab abzugeben, läßt sich bei unbefangener Erwägung der in Betracht kommen-den Momente unmöglich verkennen. Nicht allein durch die größere Seltenheit und einehergebrachte willkürliche Meinung der Menschen, sondern vornehmlich durch seine eigen-thümlichen natürlichen Vorzüge — seine specifische Schwere, seine Unveränderlichkeitund Unzerstörbarkeit, seine Theilbarkeik, seinen besondern Glanz und Anderes behauptetGold den ersten Rang unter den Metallen, während Silber darin nur die zweiteStelle einnimmt. Nun aber ist es doch das Natürlichste, daß wofern nicht über-wiegende sonstige Schwierigkeiten entgegentreten, nicht ein Mittelglied in der Reiheder Metalle, sondern das dem innern Werthe nach anerkannt allen voranstehende alsprincipaler Werthmaßstab gelten sollte. Der frühere Director des Statistischen Bu-reau in Berlin, I. G. Hofsmann, hat bereits im Jahre 1858, also lange bevoran den kalifornischen und australischen Goldreichthum gedacht wurde und als auchdie russische Goldgewinnung noch keineswegs ihren Höhepunkt erreicht hatte, vomallgemeinen theoretischen Standpunkte der Lehre vom Gelde aus, mit aller Entschie-denheit auch für Deutschland „ den Übergang zur Rechnung und Zahlung in Gold-werthen als sicheres Mittel zur Begründung eines haltbaren Münzfußes " empfohlen.Hoffmann war von der Richtigkeit seiner Ansicht so sehr durchdrungen, daß erwenige Jahre später (1841) unter dem Titel „Zeichen der Zeit im deutschen-Münz-wesen" einen Nachtrag zu seiner „Lehre vom Gelde" veröffentlichte, worin dieVorzüge der Goldwährung aufs neue und ausführlicher nachgewiesen werden sollten.Es heißt in dieser Schrift unter Anderm:

„ Geld hat einen größer» Werth als das rohe Metall, woraus es verfertigt wird,wenn es durch das darauf gedrückte Gepräge eine größere Brauchbarkeic für denVerkehr erhält. Das geschieht in allen Fällen, worin das Wiegen und Prohirendadurch erspart wird, daß man annimmt, es werde ein gewisses Gewicht und einegewisse Beschaffenheit des Materials, woraus die Münze besteht, durch den daraufgedrückten Stempel wirklich mit hinreichender Zuverlässigkeit verbürgt. Der Vortheil,welcher durch Ersparung des Wiegens und Probirens entsteht, wird um so wohlfeilererkauft, je geringer die Kosten sind, womit das Metall, das einen gewissen Werthhat, in Geld verwandelt werden kann. — Es wird sich nun der Besitzer von Me-tall sehr leicht entschließen können, dasselbe in Geld zu verwandeln, wenn diesesMetall Gold ist, denn diese Verwandlung kostet ihm (in Preußen) nur "/»o °/o d. i.wenig über des Werthes seines Metallvorraths. Besteht dieser Verrath in