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Zwöflter Band.
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Das Gold.

besitzen!, den Pachtern u. s. w. eine eben solche Mehrbelastung zufallen. Wer fort-dauernd 100 Thaler zu zahlen hat, wird nach eingetretener Werthsteigerung desSilbers in gleicher Lage sein, als wenn ohne dieselbe seine Zahlungsverbindlichkeitum 50 Thaler erhöht wäre. Falls ein solcher Instand eintritt, würde der Staatohne Zweifel durch die Ausrechthaltung der Silberwährung dem Wortlaut nach dasRecht gewahrt haben, denn die Verbindlichkeiten sind ausdrücklich auf Thaler ge-stellt, 14 Stück auf die feine Mark Silber, und es ist nicht Schuld der Regierun-gen, daß Silber im Werthe gestiegen; allein in Rücksicht der Zweckmäßigkeit wieder natürlichen Billigkeit würde es doch in solchem Falle offenbar wünschenswerthersein, wenn durch zeitigen Übergang von der Silberwährung zur Goldwährung demLande diese störende Umgestaltung der Eigenthums- und wirklichen Werthverhä'ltnifseerspart averden könnte! Zu diesen großen einmaligen, aber auch in ihren späternmittelbaren Folgen sehr bedauerlichen Nachtheilen kämen übrigens außerdem für dieDauer die andern bei der erstem Eventualität schon erwähnten fortwährendenSchwankungen der Valuta in allen auf den großen internationalen Verkehr sich be-ziehenden Geschäften. So erfreulich es auch in mancher Hinsicht sein würde, wenndurch Beibehaltung der Silberwährung bei steigendem Werthe deS Silbers der ge-wöhnliche Arbeitslohn, der meist an den herkömmlichen Taxen ziemlich festhält,eine, wenngleich nicht nominelle, doch eine effective Erhöhung erführe, so kann mandoch nicht verkennen, daß zunächst bei allen Industriezweigen, die mit auf den Ab-sah nach dem Auslande angewiesen sind, eine solche einseitige Erhöhung des Arbeits-lohns in einzelnen Ländern keinen Bestand haben kann, wenn nicht der Handelund in nothwendiger Rückwirkung davon auch die Industrie dieser Länder mit Silber-währung empfindlich beeinträchtigt werden soll, und daß schließlich eine Verhältniß-mäßige Redaction des Arbeitslohns unabweislich wird. Diese könnte indessen nicht,ohne bedeutende Schwierigkeit zu finden und,.viele Unzufriedenheit zu erregen, be-werkstelligt werden, und je länger sich solcher Übergang, der allmälig dann auch aufalle sonstigen Erwerbszweige sich erstrecken müßte, dauert, um so nachtheiiiger undstörender wird das Misverhältniß.

Und was soll denn geschehen bei dieser eben kurz geschilderten Sachlage, derzufolge bei der einen Eventualität den Vortheilen der Stabilität des Werthmaßstabesim Vergleich zu den frühern Zuständen die fortdauernden Jnconvenienzen einerschwankenden Valuta im internationalen Handelsverkehr und drohende Störungen imMünzwesen zur Seite stehen, während bei der andern Eventualität eben durch dieBeibehaltung der Silberwährung Das herbeigeführt werden würde, was man vorallem vermeiden will, eine wesentliche Veränderung aller Werthverhältnisse, ohnedaß deshalb die andern bleibenden Unzutcäglichkeiten vermieden würden? — Die deut-schen Regierungen sollten ohne langem Verzug durch eine gemeinschaftlich niederzu-setzende Commission die Frage gründlich untersuchen lassen, ob es nicht rathsam sei,womöglich noch vor dem Zeitpunkt, wann in Frankreich der Übergang zur factischenGoldwährung sich vollständig vollzogen und eine veränderte Ausmünzung des Sil-bergeldes herbeigeführt haben wird, wo also die Werthrelation des Goldes zumSilber, wegen noch fortdauernder Goldausmünzungen in Paris nach bisherigem Ver-hältniß, im freien Verkehr nicht erheblich unter 1 :15'/-> sinken kann, in ihren Staa-ts' den Übergang von der Silberwa'hrung zur Goldwährung zu bewerkstelligen.Wenn nämlich noch in der Zeit, während welcher Frankreich vermöge seiner eigcn-chumlicheu Doppelwährung und seines großen Münzbedarfs einstweilen noch einenDamm bildet gegen ein plötzliches tieferes Sinken der Werthrelation, in Deutsch-land eine durchgreifende Substitution der Goldwährung an die Stelle der Silber-erfolgte, so würde der Übergang dazu ersichtlich weit schonender für diebestehenden Verhältnisse und viel einfacher als später vermittelt werden können. Würdeein auf die Goldwährung begründetes passendes Münzsystem angenommen und zu-r Bestimmung getroffen, daß von einem gewissen kurzen Termin an alle neuabgeschlossenen sowie auch, sofern nicht eine ausdrückliche neue Verabredung dazwi-