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Zwöflter Band.
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Die Photographie.

den des Spectrums beobachtet hat, so fügt er doch in Bezug auf die Wirkung derweniger brechbaren Strahlen die Beobachtung hinzu, daß die grüne Farbe eines mitGuajaktinctur bestrichencn und dem Sonnenlichte ausgesetzt gewesenen Papierstrei-fens durch Andrücken an einen in der Lichtflamme erhitzten silbernen Löffel ebensoschnell verschwand wie im Brennpunkte der durch den äußern ringförmigen Raumeiner Linse vereinigten Strahlen vom weniger brechbaren Ende des Spectrums.Übrigens hielt Ritter die chemisch wirkenden Strahlen von den farbigen für durch-ans verschieden, während Herschel die leuchtenden und wärmenden Wirkungen desSonnenlichts als von denselben Strahlen ausgegangen betrachtete, indem er sich mitRecht auf den schon von Newton aufgestellten Grundsatz beruft, daß nicht zweiverschiedene Ursachen anzunehmen seien, wo schon eine zur Erklärung der Erschei-nungen hinreiche.

Seebeck's Beobachtungen.

Auffallend sind die von Seebeck über die Färbung des Chlorsilbers (Hornsil-bers) in den verschiedenen farbigen Räumen des Spectrums gemachten Beobachtun-gen. Seine eigenen Worte lauten:

„Als ich das Spectrum eines fehlerfreien Prismas, welches die Lage hatte, inwelcher der Einfallwinkel an der vordem Fläche dem Brechungswinkel an der Hin-tern Fläche gleich ist, bei einer Öffnung von etwa 5 — 6 Linien im Laden, in einemAbstände, wo eben Gelb und Blau zusammentreten, auf weißes noch feuchtes undauf Papier gestrichenes Hornsilber fallen ließ und 13—20 Minuten durch eine schick-liche Vorrichtung in unveränderter Stellung erhielt, so fand ich das Hornsilber fol-gendermaßen verändert. Im Violett war es röthlich-braun (bald mehr violett, baldmehr blau) geworden, und auch noch über die vorher bezeichnete Grenze des Violett,hinaus erstreckte sich diese Färbung; doch war sie nicht stärker als im Violett; imBlauen des Spectrums war das Hornsilber rein blau geworden, und diese Farbeerstreckte sich abnehmend und Heller werdend bis ins Grün; im Gelben fand ich dasHornsilber mehrentheils unverändert, bisweilen kam es mir etwas gelblicher vor alsvorher; im Roth dagegen und mehrentheils noch etwas über das Noth hinaus hattees eine meist rosenrothe oder hortensicnrokhe Farbe angenommen. Bei einigen Prismenfiel diese Röthung ganz außerhalb des Roths des Spectrums, es waren dies solche,bei welchen auch die stärkste Erwärmung außer dem Roth statthatte."

„Das prismatische Farbenbild hat jenseit des Violett und jenseit des Nothnoch einen mehr oder minder farblosen hellen Schein; in diesem veränderte sich dasHornsilber folgendermaßen: Über dem oben beschriebenen braunen Streifen — der imViolett und hart darüber entstanden war — hatte sich das Hornsilber mehre Zollhinauf, allmälig Heller werdend, blä'ulichgrau gefärbt; jenseit des rothen Streifenaber, der soeben beschrieben worden, war es noch eine beträchtliche Strecke hinabschwach röthlich geworden." .

„Wenn am Lichte grau gewordenes, noch feuchtes Hornsilber ebenso lange derEinwirkung des prismatischen Sonnenbildes ausgesetzt wird, so verändert es sich imViolett und Blau wie vorhin; im Rothen und Gelben dagegen wird man das Horn-silber Heller finden als es vorher war, zwar nur wenig Heller, doch deutlich und un-verkennbar. Eine Röthung in oder hart unter dem prismatischen Noth wird manauch hier gewahr werden."

^eebeck fand hiernach also einen gewissen Zusammenhang zwischen der Farbedes Chlorsilbers und der Farbe der sie bewirkenden Lichtstrahlen und beobachteteebenfalls die von Ritter am Chlorsilber und von Wollaston am Guajak gefundenenentgegengesetzten Wirkungen der beiden Enden des Spectrums. Es wird indessennicht einer ausführlichen Bemerkung bedürfen, daß das von Seebeck zu den vorher'beschriebenen Versuchen angewandte Spectrum nicht rein war, d. h. so beschaffen, daßjede Stelle desselben nur von Lichtstrahlen von einerlei Farbe und Brechbarkcit ge-troffen wurde. Als er das Spectrum in weiterer Entfernung vom Prisma auffing