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Zwöflter Band.
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946 Die arbeitenden Classen.

wandelt wird, von dem Abfalle, den sie aus der Straße finden, leben wollen, ste-hen auf derselben Stufe wie die Chips und Eriks und ihre Schicksale haben allenfrühern poetischen Reiz verloren. Wie die Chips und Eriks, leben sie in dunkeln,unsindbaren Höfen und Winkeln, zu Tausenden zusammengedrängt, ohne daß dieseTausende miteinander und untereinander durch dieselbe Gemeinschaft der Schicksaleverbunden sind, wie die Cottonopolitaner oder Sloparbeiter. Jeder von ihnen arbeitetauf eigene Rechnung, und sie haben nichts miteinander gemein, als ihr gemeinsamesVerkommen und-ihre gemeinsame Verkommenheit.

Trotz Starvation und morts - saison, trotz Noth, Elend und Tod bleibt solcheVerkommenheit fern von den wirklichen, arbeitenden Classen. Das, was ihre Schick-sale erzeugt, die Bedingungen nämlich, unter denen die Produktion vor sich geht, er-hält sie zugleich innerhalb des gesellschaftlichen Verbandes und läßt sie fern vondem Abgrunde, an dem alle Diejenigen stehen, die blos an der Schwelle der Gesell-schaft hocken und vom Abfall oder Mitleid der Gesellschaft leben.

Hand in Hand mit den Chips und Grits gehen alle Diejenigen, welche blosvon Jobs oder Commissionen oder zufällig ihnen zutheil werdenden Arbeiten leben.Welchen Antheil man auch immer an den individuellen Leiden und Freuden dieserClasse von Arbeitern nehmen mag, so darf man doch nicht vergessen, daß diese Lei-den und Freuden abgesondert und unabhängig von dem allgemeinen Produttions-verhältnisse dastehen; daß es nur der einzelne Job, die einzelne Arbeit ist, welchedem Einzelnen Leiden oder Freuden verursacht, während in den eigentlichen produk-tiven Arbeiten, wie in der Industrie, den Gewerben oder dem Ackerbau, die Gemein-schaft der Arbeit und der Arbeitsverhältnisse eine Gemeinschaft der Schicksale her-beiführt, die immer allgemeiner wird und immer sich auf größere Massen ausdehnt.In den unproduktiven Arbeiten, wie in den Jobs, wird Das, was dem EinenFreude verursacht, gar oft die Quelle von Leiden für den Andern. In den pro-duktiven Arbeiten dagegen hat für die Arbeiter selbst aller Antagonismus von feind-seligen, sich gegenüberstehender Interessen in Wahrheit längst aufgehört: der Antago-nismus besteht im Grunde'nur noch unter den Arbeitgebern desselben Arbeitszwei-ges, die sich gegenseitig den Markt streitig machen.

Die Bauern und Landarbeiter.

Wir sind so gewöhnt, Alles, was sich aufs Land und den Landbau bezieht,mit ländlichem Glück und ländlicher Glückseligkeit in Verbindung zu setzen, und dasLand und die ländliche Wohnung mit den Augen des Poeten oder des Malers zusehen, daß man es kaum für möglich halten kann, wie die Arbeiter auf dem Landein Bezug aus Wohnung sowol als auf Lebensweise im Allgemeinen schlimmer daransein können als die Arbeiter in den Städten. Eine Landschaft nimmt sich so schönin der Zeichnung, im Bilde aus; eine ländliche Wohnung in einer fruchtbaren Ebene,in einem Thale, an einem Flusse läßt sich so schön schildern in Versen, bietet ein soreiches Feld der Beschreibung dar! Und die ländliche Unschuld noch gar! Wie abereine ländliche Wohnung, mit der nackten Erde als Fußboden, mit der Luft unddem Licht, die durch die vernachlässigten Thüren und Fenster dringen, und mit dergroßen Anzahl von lebenden Wesen, denen dieselbe ländliche Wohnung als Behau-sung dienen muß, nichts vor einer städtischen Schlafstätte voraus hat, ja sehr oftnoch unter derselben steht, daran scheint man in der idyllischen Ausmalung des Land-lebens wenig zu denken. Und was nun noch gar die ländliche Unschuld betrifft,so ist es blos in den Städten noch, daß man die Existenz derselben bei den Land-bewohnern voraussetzt. Auf dem Lande selbst ist man bereits in vielen Provinzen Eng-lands so weit gekommen, daß man allenthalben die Mägde, die in der Stadt ge-boren oder erzogen, denen vom Lande in Bezug auf die Keuschheit und Enthalt-samkeit vorzieht.

Die freie Luft, das freie Licht, die der Gesundheit und der menschlichen Thä-tigkeit mehr zusagende Beschäftigung des Landlebens mit der Abwechselung in der