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Zwöflter Band.
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Die orientalische Frage.

der auch mit der Presse („limos" und „Uoriüng kost") in Verbindung stand, aus Kon-stantinopel, vorn 28. Jan. 1839. Dieser Mann versichert, er habe Urquhart ge-warnt, Lord Palmerstou werde bei erster Gelegenheit ihn opfern; Urquhart aber habesolche trübe Voraussetzungen ins Lächerliche gezogen und Lord Palmerstou große Lob-sprüche ertheilt.

Die Circassier und das Schiff „Viren".

In Konstankinopel angelangt, fand Urquhart Alles anders, als er erwartet hatte.Daß seine freie Bewegung noch mehr als auf einer Seite hin beschränkt sein würde,konnte er sich selbst vorhersagen. Aber er fand, daß sein unmittelbarer Vorgesetzter,Lord Ponsouby, auf irgendeine Weise gegen ihn eingenommen worden war. Derangeführte Berichterstatter aus Konstantinopel versichert, ohne die Thatsache zu er-klären, von dem Tag an, als Lord Ponsouby Urquhart's Ernennung erfahren, habeer über Urquhart als über einen halbwahnsinnigen Schwärmer aufs wegwerfendstesich geäußert. Es bleibt dies um so auffallender, da Lord Ponsouby, nachdem ermit den gewöhnlichen Ansichten über die Hinfälligkeit der Türkei nach Konstantinopelgekommen war, durch Urquhart, der damals als Privatmann in der türkischen Haupt-stadt lebte, ein.e ganz andere Ansicht gewann, und auf Urquhart's Ideen so völligeingegangen war, daß er nichts dagegen hatte, wenn man in den Schriften des Letz-tem seine, Lord Ponsonby's, Ideen wiederzufinden erklärte. Nun aber wandte LordPonsouby sich gegen alle Diejenigen, die Urquhart ihm als geeignet bezeichnet unddie er selbst als geeignet erkannt hatte, ein gutes Vernehmen der Pforte mit Eng-land aufrechtzuhalten. Diese Männer sollten nun mit einem male Werkzeuge Ruß-lands, russische Spione sein. Der Berichterstatter klagt, er selbst, und Hafsuna d'Ghies,dem die Redaction der türkischen Staatszeitung anvertraut war, seien diesem Vor-wurf nicht entgangen; ebenso wenig zwei der angesehensten hohem Beamten, Achmed-Fefzi und Akif-Pascha.

Daß er das Vertrauen seines Chefs gänzlich eingebüßt habe, fühlte Urquhartsehr wohl, ohne sich über den Grund Rechenschaft geben zu können. Er lebte schein-bar in Verbindung mit der englischen Gesandtschaft, aber von allen Geschäften aus-geschlossen und gewissermaßen als ein Fremdling. Es ist sehr wahrscheinlich, daßdieses quälende Bewußtsein ihn um so ungeduldiger eine Entscheidung der britischenPolitik herbeiwünschen und zu deren Beschleunigung das Genüge beitragen ließ.

Bereits im Jahre 1834 hatte Urquhart von Konstantinopel aus die Küste Cir-cassiens besucht. Auf die Frage, wer denn diese Circassier seien? gab das „kortko-Uo" die Antwort, sie sind das einzige Volk auf der Erde, das den Muth hat, denRussen Widerstand zu leisten. Dies Volk, das eine rauhe und kriegerische Selbstän-digkeit den Künsten des Friedens und der Gesittung vorzieht, hatte vom Sultaneigentlich nur in seiner Eigenschaft als Haupt der Gläubigen in Abhängigkeit gestan-den, ohne dem osmanischen Reich einverleibt zu sein. Die Bestimmungen des Frie-dens von Ad'rianopel, sofern sie sich auf Circassien beziehen, sind mit beständiger Er-innerung an den Grundsatz zu verstehen, daß Keiner mehr Rechte abtreten kann,als er selbst besitzt. Daß der Unabhängigkeitssinn dieser Circassier den Russen end-lose Kämpfe bereiten werde, liess sich erwarten, sobald sie unter sich einig waren. Ur-quhart's Erscheinen in ihrer Witte, für kurze Zeit, that eine Wirkung, die als anein Wunder grenzend geschildert wird. Er ga^ ihnen eine Flagge — die Sterneund den Bündel Pfeile (seinen Freunden als sein gewöhnliches Siegel wohlbekannt).Er hieß sie ein Volk sein; er ließ unter ihnen den Eindruck zurück, die Nation, dieihnen diesen Mann gesendet (denn sein Auftreten schien über die Bedeutung einesBesuchs weit hinauszugehen), die müsse überall der Freiheit freundlich sein. Urqu-hart bezeichnet diesen Besuch und dessen Erfolg als einen Ausgangspunkt seiner po-litischen Laufbahn; dort habe er vor allem Kraft und Selbstvertrauen geschöpft.

Auf der Rückreise im Jahre 1834 traf ihn in der östreichischen Quarantäne an

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