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Zwöflter Band.
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Die orientalische Frage.

Als die Schweden bei den Verhandlungen von Frederikshamn (1809) sie von Finn-land zu nennen und zurückzuerhalten versuchten, sagte Romanzow: „Wenn Rußlandmit Finnland allein sich begnügte, so hieße das den Koffer mitnehmen und denSchlüssel wegwerfen." Indessen können wir auch nicht uns überzeugen, daß fürSchweden die Gefahr entfernt sei- wenn Bomarsund nicht mehr befestigt werde.Gibt doch selbst das „^linusirs cks8 clsux inonäss" zu, daß dies Verbot bedeutungsloswerde, wenn Rußland Uleaborg, in der nordöstlichen Ecke des Bottnischen Busens,oder sonst einen Punkt an der finnischen Küste befestige. Wir fügen hinzu: Nichtssteht im Wege, Sweaborg wieder zu Demjenigen zu machen was es war; denn esscheinen zwar sehr viele Vorräthe daselbst zerstört zu sein, die Festungswerke abernur wenigen Schaden erlitten zu haben.

Auf die Niedersetzung einer gemischten Commission zur Prüfung der Grenzenöstlich vom Schwarzen Meere gingen die Russen nur ein, nachdem sie gegen jedeZumuthung einer Gebietsabtretung sich verwahrt und die Commission auf den Grenz-vertrag verwiesen hatten, von dem man bisjetzt nichts gewußt, und der 1834, alsounter den Schatten des Traktats von Unkiar-Skelessi geschlossen worden.

Hat Preußen einen Augenblick Besorgniß gehegt, der Fall Sewastopols möchtedie Verbündeten übermüthig und in ihren Federungen allzu hochfahrend machen;hat es wirklich, wie man wissen will, Östreich und Gesammtdeutschland zu einerDemonstration veranlassen wollen,,um beiden streitenden Theilen billige Bedingungenauszulegen (welcher Auffoderung Östreich, was sehr glaublich, unter Hinweisungaus die von ihm geschlossenen Verträge, sich entzog), so sieht man, wie wenig Grundzu jener Besorgniß vorhanden gewesen.

Sardinien ist aus dem Kampfe mit dem Bewußtsein geschieden, Gut und Blutin der alleruneigennützigsten Weise ohne Aussicht aus den geringsten Lohn aufge-wendet zu haben. In der That nicht das Mindeste ist vorgefallen, was dieses ganzreine Bewußtsein, in welchem eine große Befriedigung liegen muß, den Sardiniernhatte verkümmern können.

Hat der Graf Cavour (wie er in der Depulirtenkammer zu Turin am6. Mai 1856 äußerte) einen Theil seiner Mission darin zu finden geglaubt, daß mitaller Macht die Aufmerksamkeit der Verbündeten und Europas auf den ZustandItaliens gerichtet und das Mittel gesucht werde, die Übel, welche dies Volk nieder-gehalten, zu erleichtern; hat er in diesem Sinne mit seinem Collegen eine Verbalnotenach der andern (27. März und 16. April 1856) an die französischen und engli-schen Bevollmächtigten vom Stapel gelassen, so hat Frankreich, wie er selbst ge-steht, einen reichlichen Vorbehalt (un? nmpis rsssrva) seinen Schlußfolgerungenentgegengestellt; schriftlich hat es gar nicht geantwortet; Lord Clarendon hat erst aufbesonderes Antreiben (26. Mai) erwidert: so geschwind lasse sich vielleicht nichtsthun, er nähre aber die Hoffnung, daß der abnorme und bedenkliche Zustand einerBesetzung italienischer Landschaften durch französische und östreichische Truppen seiner-zeit bessern Dingen das Feld räumen werde. Östreich hat (in einem Rundschrei-ben vom 18. Mai) mit Rücksicht auf die Reden des Grafen Cavour in Turin demsardinischen Cabinet sehr bestimmt und schneidend das Recht abgesprochen, im Na-men Italiens das Wort zu nehmen.

Was Frankreichs Haltung anlangt, so haben wir bereits oben von den neue-sten Enthüllungen gesprochen, aus welchen hervorgeht, daß Östreich im Besitz einereventuellen Garantie des Statusquo und der „Aufrechthaltung der Ordnung" inItalien war, vier Wochen ehe Sardinien zu den Westmächten herübertrat. Eswird dem Grafen Cavour' geringen Trost geben, wenn Lord Palmerston ihn damitberuhigt, England sei so wenig dabei betheiligt gewesen, daß er selbst die Sache ganzvergessen; auch sei der Vertrag ja nie zur Ausführung gekommen, da die Östreichsnicht marschiren lleßen, also selbst nach Feuer und Licht sehen konnten. Zwischenden Druck der Östreicher und das unerhörte Mistrauen der Republikaner gestellt(sll'srts, rief noch jüngst ein demokratisches Flugblatt, all'srtg, olls'n vosts cli lÄso