Krankheiten der Bergleute. 53
her, womit der Körper geschwängert ist, mit hin-weg, und der Kranke wird bald ■wieder gesund. —Bernhard von Jussieu berichtet in seinerDruckschrift über das Quecksilberbergwerk zuAlmaden in Spanien, dafs die dortigen Arbei-ter, welche frey sind, in der frischen Luft spazirengehn können, und die "Vorschriften der Reinlich-keit beobachten, entweder gar keincr'Krankhcit un-terliegen, oder höchstens nur ein ganz unbedeuten-des Zittern bekommen; während die Sclaven, dienie aus dem Bergwerke herauskommen, unreinlichund schmuzig sind, einer Menge von Uebeln zurBeute werden, als geschwollenen Mandeln, Schwämm-chen, Speiclielflufs, Finnen, Scorbut und starkemZittern, —
Die Arbeiter in den Bl eyb erg werken haben,■wie Stoll sehr richtig bemerkt, ganz eigenthüiu-liche Gesichter, an denen man sie leicht von An-dern unterscheiden kann. Ihre Physiognomie trägtdas Gepräge der Traurigkeit und einer tiefen Me-lancholie, und Lat etwas Böses und Drohendes.Diese Menschen leiden meistens an Gicht und ander Metall-Kolik, Man mufs sie nach der Metho-de behandeln, die in der Charite zu Paris ange-wendet wird und die unter dem Artikel: Häu-sermaler Vorkommen wird.
Die Arbeiter in den Kupferbergwerkenbekommen Kolik, Durchfall, die rothe Ruhr etc.Diese Krankheiten müssen * *) mit erweichenden 8a-chpn, als Gcrstenschleim, Gummi Arabicmn, Milchu. s. w. curirt werden. —
Die arscnikhaltigen Minen sind für dieArbeiter von unsäglichen Gefahren und IS achthei-len. Die Krankheiten, welche durch die arsenika-lischcn Dünste vcranlafst werden, nehmen zuwei-len einen langsamen aber deshalb nicht minder ge-fährlichen Gang. Es stellt sich etwas Fieber ein,Magerkeit, Koliken und die Kranken sind nicht
*) Acaclemie des Sciences, annce 1719*
*) Hauptsächlich' mit dem Wcifsen vom Ey, nebenbey mitZucker* S*