138 Krankheiten der Abtrillfeger.
zogen, um nicht gänzlich ohmnächtig zu werden.Da findet sich noch ehr junger rüstiger Arbeiter)er versucht die Rettung des Verunglückten, läßtsich ' Stricke um den Leib befestigen und steigteinige Sprossen hinab. Da befällt es auch ihn, wiediö ; vorigen; er steigt einen Augenblick wieder hin-auf, um zur Be.ünutiilg'' zu kommen; aber er ver-liert den Muth nicht; er versucht es, zum zwey-tenmal hinabzufeteigeii, diesmal aber rückwärts unddas Gesicht in die Höhe gekehrt. Wirklich ge-wann er auf diese;-' Art Zeit, seinen Kameraden mit-telst eines Hakens zu suchen und aus dem Kotheheraus" zu ziehfen. Man befestigte dem Verunglück-ten eineii 'Strick 1 tun den Leib und schaffte ihngänzlich ntW 'Rer Klöükc heraus. An allen Stellenderselben jÜrahMte 1 '' eine Wachskerze ganz hell.Während' man sibh vergeblich bemühte, den Un-glücklichen, der' im Kothe versunken gewesenwar, ins Leben'Zthüiekzurafenp näherte sich dem-selben der Aufseher über die Arbeiter am Venti-lator und wollte' sich überzeugen; otf der Geruch,den derselbe durch den Mund von sich gab, dassogenannte Bley wäre. Kaum hatte er etwas vonder Luft eingeathmet, die aus dem Munde desTodten herausdrang, so rief er: ich bin des To-des 1 stürzte ohne Besinnung zu Boden und bekamanfänglich eine Ohnmacht, an deren Stelle baldheftige Convulsionen traten. Halle selbst undalle Umstehenden fühlten diesen ganzen Tag überbedeutende Beschwerden,
Die Haup (Ursachen, warum sich in den Kloa-ken eine solche Menge von Schwefel-Wasserstoff-gas erzeugt und warum man das sogenannte Bley•so sehr zu fürchten hat, sind folgende: die Feuch-tigkeit des Bodens, die beständige Vermischungvon Urin oder Lauge mit den Excrementen, dieUeberreste von vegetabilischen' und animalischenStoffen, die in die Abtritte geworfen werden, dietiefe Lage und oft fehlerhafte Einrichtung der Kloa-ken, der schlechte Zustand der Wände, wodurches möglich wird, dafs sich die flüssigen Theilc