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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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261
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Krankheiten der Malratzenmacher. 261

Sie trank Oel, welches sie gerade' bey der Handbatte und vomirle hierauf noch mehrmals. In die-sem Augenblick" .sah ich sie durch einen Zufall,der mich in dies Häus führte. Ich fragte sie aller-Icy und brachte endlich so viel heraus, dafs dieMatratze, deren Wolle sie aufgekratzt hatte,einem Met.allgiefser zugehöre. Bald be-merkte ich nun auch, dafs ihre Zufälle vonKupfertheilchqn herriihrten. Ich gab ihr dem-zufolge noch ein Brechmittel und liefs sie, nachdemdies einigemale gewirkt hatte, ein paar Tage hin-tereinander Milch trinken. Durch diese einfachenMittel vergiengen nach und nach der Ekel und dieUebelkeilen. Ich war neugierig geworden, zu wis-sen, wie eigentlich die Wolle in dieser alten Ma-tratze beschallen sey; ich untersuchte sie genauerund fand wirklich, dafs ein äufserst feiner, schwärz-lichter, rölhlichtcr Staub darin sich aufhielt, der,von der Seite angesehen, wie Metallstaub flim-merte. “ —

Oft bekommen diese Arbeiter, Matratzen zumAusbessern, auf denen Menschen gelegen haben,die an ansteckenden Krankheiten, an Faulfiebem etc.gestorben sind. Beyni Aufschütteln der Wolle aussolchen Matratzen entwickelt sich ein tödtlichesMiasma, welches die. gefährlichsten Krankheitenveranlassen kann. Bricheteau hatte im Jahr1814, also ein ganzes Jahr nachdem die in Parisherrschende Epidemie aufgehört hatte, eine Fraudaselbst in der Behandlung, welche durch die Wollein einer Matratze vom Typhus angesteckt wordenwar. Auf derselben hatten ein Jahr zuvor Ner-venfieberkranke gelegen. Unter solchen Umstän-den müssen die Arbeiter die Wolle aus den Ma-tratzen erst ein paar Tage lüften und sogar wa-schen, ehe sie dieselbe auflockern und ausklop-fen. —

Ramazzini empfiehlt den MatratzenmachemBrechmittel und Abführungen, um die schädlichenStoffe auszustofsen, die sie bey der Arbeit einsau-gen. Um sich vor dem Staube und andern der-gleichen Sachen zu schlitzen, räth er ihnen, sich