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Krankheiten der Seeleute,
Schiffe empfiehlt, kann man sich auch durch einenVentilator und durch die Guytonschen Räucherun-gen helfen,
Das Baden in der See ist, als Rcinlichkcils-mittel, den Matrosen sehr ziu empfehlen, Das 1
Trinkwasser giebt zuweilen einen widrigen Ge- >ruch von sich; um es zu bessern, mufs man eseine Zeitlang auf dem Verdeck an die freye Luftsetzen, oder mit Branntwein, Essig oder irgend ei-ner Säure vermischen. Durch Destilliren kann mandem Seewasser das Salz benehmen und es trink-bar machen, —
INicht die Anstrengung ist es, welche den See-leuten schadet, sondern die Ruhe und die Faul-heit, Alle Schiffer sind darüber einig, dafs mandem Matrosen immer eine mäfsige Bewegung ver-schaffen mufs, um ihn vor Skorbut, Ruhr unddergleichen zu bewahren. Man veranstaltet Tänzeund Spiele auf dem Schiffe, oder läfst sie manöve-riren, wenn es auch des Fahrzeugs wegen nichtnöthig ist, —
Eine der Hauptvmmlassungen zu Krankheitenunter den Seeleuten sind ihre Ausschweifungen,Wenn sie nach einer langen Seefahrt ans Landkommen, überlassen sie sich ohne Rückhalt denzügellosesten Ausschweifungen aller Art und hörennicht eher damit auf, bis sie das Fieber bekommen.Daher sterben an fremden Küsten eine Menge Ma-trosen als Opfer ihrer Unmäfsigkeit und Lüder-lichkeit. Gegen die Krankheiten aber, welche be-sonders als eine Folge des heifsen Klimas betrach-tet werden, ist Mäfsigkeit das beste Mittel, —
Mit dem, was in dem vorstehenden Artikelgesagt ist, kann keine andere Absicht verbundensseyn, als, die Hauptpunkte und Grundsätze derSee-Arzneykunde festzustellen; wer sich näher süber diesen Gegenstand unterrichten' will, demempfehlen wir folgende Werke, als die besten, iwelche uns in diesem Fache bekannt sind;
Gläuber; Trost des Schiffers. 1, Bd, in 8vo,Amsterdam, 1757,