Krankheiten derer, welche viel reiten. 305
die Läufer bin, von denen A ctius Sp artian u s #)spricht; sic trugen, auf Geheifs des Kaisers \'crus,Flügel an den Schultern und jeder führte den Na-men eines Windes. Auch unsere Läufer scheinenFlügel zu haben, nur, -statt an den Schultern, anden Füfsen. —
Durch das beständige Zusammenziehen desZwergfelles bey den Läufern, werden alle Einge-weide des Bauchs nach unten gedrängt. Las Blutdrängt in Menge gegen die Milz mul scheint mehr■Raum einzunehmen, als gewöhnlich. Plinius*) **)versichert, die Alten hätten die Gewohnheit ge-habt, den Läufern die Milz zu cauterisircn, damitsie durch die Schwere dieses Theiles nicht ,am Lau-fen gehindert würden. —
Lie hier angegebenen Krankheiten der Läuferwerden oft noch verschlimmert durch die verkehrteLebensweise, welche sic führen. Vor Brüchen kön-nen sie sich durch Tragen eines Bruchbandes schützen.Um ihrer Magerkeit und ihrem erschöpften Zu-stande zu Hiillc zu kommen, müssen -sie anfeuch-dendc, erfrischende Nahrungsmittel geniefsen, sanfteölige Einreihungen vornehmen und zuweilen ba-den. Las Zerreifsen von Gefufsen und das Blut-spenden kann -durch Aderlässen von Zeit zu Zeitverhütet werden. Jm Fall solche Ucbel sich aberbereits eingestellt haben, müssen ebenfalls Blutaus-leerungen vorgenommen werden, indem kein Thcildes Körpers bey den Läufern so sehr leidet undgereizt wird, als die Lunge. Bey Verstopfungender Eingeweide, besonders der Milz, giebt manauflösende und Stahlmittel; darauf mufs der Krankeeinen mäfsigen Spaziergang machen, welches schonan sich als Gegenmittel betrachtet werden kann.]
Krankheiten derer, welche viel reiten; als:
Stallmeister, Curriere, Postillione u. s. w.
Unter diese Classe gehören sowohl diejenigen,welche auf der Reitbahn sich mit der Abrichtung
*) ln vita imperat. Ycri —
**) L, 11. C. 37. H, N.
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