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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Soldaten .

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derholte Erschütterungen, so ist axn Endo dochTaubheit die Folge davon; dies kann anattr^i-geutlich als das allgemeinste Uebel bey Aa,’ti 11 (tri-sten annehmen. Denen, . welche erst anfangfen,mit zu cxerciren, -um sich als Feuerwerker zu bil-den, erlaubt man, sich zu stopfen, d. h, etwasWolle oder Baumwolle in den Gehörgangzu stopfen, bis sie mit dem Getöse dos Kanonen-feuers vertraut sind. Nach und nach thun sie im-mer weniger Baumwolle in das Ohr, bis diesesallmahlig sich, an den heftigen Schall gewöhnt undam Ende gar nicht mehr darunter leidet.“ —

Eine grofse Beschwerde furrdic Infanterieist, zumal bey langen forcirten Märschen, dasschmerzliche Drücken der Fufsbedcck ung, beson-ders, w'enn der Schuh nicht gilt gemacht ist undan den Fiifs, für den er ’bestihimt ist, nicht rechtpafst; ist er zu weit, so half er den Fufs nicht zu-sammen und gewahrt nicht die gehörige Unter-stützung; .ist es zu eng, so macht er den Fufswund. Alte Soldaten pflegen meistens, um denFufs gegen die Strapazen abzuhärten, keine Strüm-pfe anzuziehen, vielmehr den Fufs mit Schwei-neschmalz einzuschmieren. Dieses Einsal-ben thut vortreffliche Dienste es macht denFufs unempfindlicher gegen die Kälte, die Einwir-kung der Nässe und das Bxeiben des Schuhes.

Wenn die Soldaten, nach einem starken Mar-sche, mit Schweifs bedeckt: und vom Durste geplagtsind, müssen sie sich dennoch wohl hüten, nichtZu schnell dieses Bedürfnifs zu befriedigen. Quin-tus Curtius erzählt, dafs Alexander einenTheil seinesHeeres verlor,blofs ausUnvor-sichtigkeit der Soldaten, die in der Ilitzokalt tranken. Unter solchen Umständen verlangtes die Menschlichkeit selbst, dafs die commandi-renden Officiere mit der gröbsten Strenge undpünktlich über den desfalls gegebenen Verbotenwachen. Sehr vorfheilbringcncl ist es, den Solda-ten auf dem Marsche zuzureden, dafs sie, jedes-mal bevor sic trinken, sich den Mund mehrmalsausspülen. Um das Wasser, Welches mau nicht