418 Krankheiten der Stopfer und Thürsteher.
leib frey erhalten.. Vor allen Dingen dürfen sie inicht die Unvorsichtigkeit begehen, in einen Kel-ler hinabzusteigen, wenn ihr Körper im Schweifsist. —
Es ist eine bekannte Sache, dafs Schenkwirtheoft herben jungen Weinen mittelst Bleyglätteeine künstliche Süfsigkeit geben; eine Vermischung,welche denen, die von solchem Weine trinken,Bleykolik zuzieht. Man hat nicht selten Beyspiclegehabt, dafs solche gewissenlose Wirthe die Opferihres eignen Betruges geworden sind. —
Cad et - Gas sicourt hat die Bemerkung ge-macht, dafs die Wirthe und Kellner in Kaf-feehäusern oft auffallend wider na tür lieh eNei-gungen haben. —
Krankheiten der Stopfer. j
In Paris und andern grofsen Städten beschäf- jtigen sich eine Anzahl Läute aus den niedrigenStänden damit, Tauben fett zu machen, um sieauf den Geflügelmarkt zu bringen. Sie nehmenzu dem Ende Wickenkörner in deu Mund undstopfen damit die Tauben, denen sie immer einKorn nach dem andern in die Kehle hinabdrücken.Macquart Erwähnt dieses Gewerbe in seinem IDictionnaire de ' Sante, und sagt dabey, die ge-bückte Stellung des Körpers, in welcher diese Leuteoft den ganzen Tag über blieben, griffe die Brustsehr an und erzeugte leicht erschwerten Athem,Asthma und Apoplexie. Um nicht nöthig zu ha-ben, sich beständig zu bücken und um der Brusteine Erleichterung zu verschaffen,, müssen die Sto-pfer die Tauben, so wie einen Korb mit Wicken-körnem, auf einen Tisch stellen, von Zeit zu Zeitausruhen und weniger Wein trinken, als sie ge-wöhnlich zu thun pflegen. —■
Krankheiten der Portiers und Thürsteher.
Man darf sich nicht wundem, wenn die Por-tiers allen jenen Uebeln ausgesetzt sind, welöhe