Krankheiten der Schreiber. 421
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stets zu hallen und zum Schreiben in Be-legung zu setzen, greift die Hand und ollden ganzen Arm sehr an, wegen der beständi-gen Zu^annnenzielmng der Muskoln. Ich habe ei-nen Skribenten gekannt, der sein ganzes Lebenüber fast nichts gelhan hatte, als geschrieben, undsich damit einiges Vermögen erworben hatte. Erempfand bald eine grofse Mattigkeit im ganzenArme, die allen Mitteln widerstand und in einevollständige Lähmung dieser Thcilo übergieng. . Uninicht ganz brodlos zu werden, lernte er mit derlinken Hand schreiixen; allein nach einiger Zeitwurde auch der linke Arm gelähmt, —
Was diesen Künstlern, wenn man sic so nen-nen will, am Meisten schadet, ist die beständigeAnstrengung des Geistes, welche zu ihrerArbeit erforderlich ist. Diese Anstrengung vor-an lafst Kopfschmerzen, Stockschnupfenund Flüsse an den Augen; überhaupt, werden dieseletzteren aufserordentlich geschwächt durch dasbeständige Hinsehen auf das wcilse Papier und diefeinen Sclu'iftziige, welche oft schwer zu lesen sind.Diese Uobcl findet man häufig bey den Buchhal-tern der Kaulleute, welche oll schwierige Rech-nungen zu fiiln-en haben; desgleichen bey Sekre-tären, welche im Dienste grofser Herren stehen,die ihnen oft nur mit halben Worten andeu-ten, wie und was sic schreiben .Sollen. Der Geistdieser Leute wird dabey oft auf die Folter gespannt,sowohl durch die Menge der zu bedenkenden Ge-genstände, als durch die Schwierigkeit, derAufgabe, wie sie es dem Herrn, dem sie dienen,,recht machen sollen, welcher oft den, an welchender Sekretär schreiben mufs, über diesen oder je-nen Gegenstand in Zweifel lassen, oder in Verle-genheit setzen will; diese Arbeit, kann dannoft eben so unerträglich werden, als dasLeben bey Hofe,
Welche Mittel stehen indessen dem Arzte zuGebote, um den Leiden, Avclchen diese Menschenausgesetzt sind, vorzubeugen oder abzuhelfen?’t’m nicht von jenen Krankheiten befallen zu wer-