4 32 ' Krankheiten -der Nonnen. -
neftunregelmäfsige Menstruation, Bleich-sucht, weifsen Ffufs, schlechte Ver-dauung, Verstopfung der Eingeweide, desUnterleibes, Krebs an der Bärmutter undan den Brüsten. Die Enthaltsamkeit,! zuwelcher ihr Stand sie verpflichtet, ist gleichfallseine mächtige Ursache von Krankheiten. Manhat fiele Beyspiele, dafs junge Nonnen, von wol-lüstiger Begierde verzehrt, in Schwindsucht, alleSymptome der Hypochondrie, Hysterie, Nympho-manie und andere Nervenübel verfielen. Die Ge-wohnheit, eine Menge Menschen in den Schlalsä-len der Klöster Zusammenzudrängen, ist nicht min-der schädlich; die’ durch das Athrnen So vielerMenschen verdorbene Luft kann als eine Haupt-Unannehmlichkeit angesehteh. werden. 1 “ ff
Die SterblichjEeits’-Täbe.l’fen beweisen,dafs im Verhältnis^e'^fveit mehrMönche undNonnen sterb eh„ 4l's ’ m'an au jVerdem immen schlichen Edbeif Linde t. —>•
Da die Nönhen fiffhti 1 ‘aufs erb alb des Klostersspazieren' gehen'dtirfönf’ so empfiehlt ihnen Ra-mazzini eidigehMittÜh ihif jenem Bedürfnisse ab-zuhelfeii; er tthför andern, dreymal des
Tag^s, nämlich Früh, Mittags und Abends, dieGlocke ‘•zu' fäittehLvdibs hat freylich das Unange-nehme, dafl'diüjNachbäfschaft $urch den Lärm be-lästigt wird; dülft-künii'jedoch durch das Umwik-keln des Glockenschwängels leicht abgeholfen wer-den. Aufs ordern ■ empfiehlt Ramazzini den Non-nen, das WeberhandSverk; „nichts, sagt er, ist bes-ser gegen Obstruktionen, sowohl um ihnen Zuvor-zukommen, als um die bereits vorhandenen zuheben,als ein Handwerk, wobey der ganze Körper in Re-wegung gesetzt wird.“ Dieser . scharfsinnige Arzt,beobachtete die Weiher, Sfelohb jenes Handwerktrieben und fand,, dafs ihre>Gfflsxmdi 1 eit kraftig undihre Gesichtsfarbe lebhafter war, als die rfller an-dern: Nunquam enim 'et coloratiores .
solent esse mulieres, qiidfn'‘ie&'ri‘icesi ——
• Der Genufs von frischdrh^Fleidelp Gemüsen,Obst und Milchspeisen ist ifi {Klöstern' sehr zu em-