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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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Tornoy Giennas uns ertödtet. O Romont, edlerGraf, und Ihr Herren alle, die Ihr hier michumsteht, was sollen wir machen? Da ent-gegnete Letzterer:Treffliche Fürstin, gebtEuch doch zufrieden; es wird sich Alles zumBesten wenden: vertraut dem Willen Gottes,der wird es Euch zum Glücke lenken! MitRomont vereinigten sich Ravenstein und Anderein solchen Tröstungen.

Während sie noch so sprachen, kam HerrJan van Daysele hereingeeilt und rief: ,,Gnä-digste Prinzessin, erhebt Euer Herz zur Freude,denn ich bring Euch neue Mähr. Maria nickteungläubig, die erstickten Thränen kaum zu-rückhaltend, mit dem Haupte; da erzählte Day-sele: dass eine Gesandtschaft von Seiten KaiserFriedrichs gekommen, bestehend aus dem Erz-bischof von Trier, dem Bischof von Metz, demreichen Herzog Ludwig von Baiern und demKanzler Jorien; diese begehrten bei ihr Gehör.Die Herzogin hiess sie willkommen sein undgab Befehl zu ihrem festlichen Empfang. Alsalle Anstalten getroffen waren, und man dieFremden bereits längs der Schelde heranziehensah, konnte Maria ihre Ungeduld nicht längerbemeistern; sie bestieg ihren Renner und ritt,umgeben von ihren schönsten Frauen*), ihnen

*) Die badt goddinen scheuen dan menscheu, want sialle seer rijckelijck verchiert waren. Wonderl. Oorlogh.