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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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der Erzherzog von Oesterreich Maximilian hier-her entsendet, um zu erfahren, ob das Verlöb-niss in Kraft erhalten werden soll, welcheszwischen dein Letztem und Euch, mit Zustim-mung Eures Vaters, des Herzogs Karl seligenGedächtnisses, zuerst zu Neuss und sodann zuTrier, in Gegenwart vieler vornehmen Herren,stattgefunden Hierauf übergab der Sprecherdas eigenhändige Schreiben des alten Kaisersund den Diamantring, mit der fernem Frage,ob sie denselben für den einst gegebenen er-kenne ? *)

Maria erwiederte:Hochgeborne und edleHerren! Das Wort, welches einst mein Vaterseliger, der Herzog Karl, ausgesprochen, dassoll in guter Würde aufrecht erhalten bleiben,wenn anders die Stände meines Landes nichtentgegen sind. Den Ring selbst, welchen sieküsste, erklärte sie für den einst an ihrenBräutigam Maximilian übermachten. Von demVertrage, der damals geschlossen worden, be-sitze sie noch eine Abschrift. Die Grossen,welche Mitglieder der Stände waren, vonRavenstein an der Spitze, erklärten sich, im

*) Der unverschämte Varilias bemerkt: Maximilianhabe in der Manier seines Landes um die Prinzessin ange-halten, d. h.dans les formes les plus grossieres. Hiermöchte billigerweise gefragt werden, welche Zärtlichkeitund Galanterie denn Ludwig XI. damals gegen fürstlicheFrauen beobachtet ?