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Namen der Uebrigen, ungefragt, in bejahendemSinne. Darauf bat der Herzog von Baiern, wel-cher die Ankunft Maximilians in Flandern vorVerfluss eines Monats fest zusicherte, die Feier-lichkeit des Beilagers nach gewohnter Sitteanzuordnen, womit Maria alsbald einverstandenwar. Ein glänzendes Fest ward an demselbenTage noch gehalten, und nachdem die ganzeStadt, voll Hoffnung, durch eine endliche Ver-mählung ihrer Gebieterin den zweifelhaften Zu-stand der Dinge entfernt zu sehen, Theil darangenommen, Banket und Tanz geendigt, und Her-ren und Damen sich entfernt, wurde die Fürstinauf ein prachtvoll zugleich mit zw ei Wappen aus-staffirtes Bett, und zwischen sie und den Her-zog, der in zierlichem Harnisch ebenfalls Platzneben ihr nahm, ein blosses Schwert gelegt, zumZeichen, dass der Bräutigam gegen alle ihreFeinde sie und ihr Land beschützen werde *).
*) Die Chronik drückt sich naiv also darüber aus:„Ghi Heeren en Vrou Marie, op die voorwaerde en op diecondicie beloven wi u hier den prince, den jonghe her-toghe Maximiliaen u te bringhene eer een maent van desendaghe, ende voort vrou Marie moet ic u beslapen uitennarae van hem, als in conterpande van sijn ghetroude wijf;en deen helft van mijn lichaem moet ghewapent sijn toteen littecken, dat hi uwe vianden sal hulpen keeren endemet machte uit den velde slaen. Dits is den last des Key-sers ende ooc sijns soons Maximiliaen. Doen sprac herAdolf van Ravesteyn, segghende: Heer Hertoghe, ghi sult
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