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durchzuführen. Ueber letztere mangelt wenig-stens noch immer eine genügende Arbeit.
Alsbald nachdem die Nachricht vom glück-lichen Erfolge der Botschaft zu Wien einge-troffen, ordnete der Erzherzog die Reiseanstal-ten. Der Weg ward über Frankfurt am Maingenommen; der Kaiser lud eine Anzahl Für-sten und Stände zur Unterstützung des Zugesein und bestimmte jene Stadt als Sammelplatz.Besonders freundlich mahnte er die Glieder desHauses Sachsen zu der niederländischen Braut-fahrt ein *).
Gern hätte der französische König dieselbeverhindert, und da ein falsches Gerücht aus dereinfachen Zusammenkunft in Frankfurt einenförmlichen Reichstag mit allerlei kriegerischenAbsichten gegen fremde Staaten bildete, soergriff’ er den Anlass, um den bekannten Histo-riker Robert Gaguin ebenfalls dahin abzu-schicken , mit folgender Erklärung an dieReichsstände:
„Zwischen dem heil. röm. Reiche teutscherNation und der Krone Frankreich bestehe einaltes Freundschaftsverhältniss; der Kaiser Fried-rich möge sich vorsehen, dass Nichts geschehe,was dasselbe trübe oder auflöse, indem dadurchfür die gesainmte Christenheit unzuberechnen-der Nachtheil erwachsen könnte. Das Fräulein
’) Vergl. das Rescript in den Beilagen.