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! von Burgund sei der Krone Frankreich ver-wandt und lehenpflichtig. Demnach sei es nn-i gebührlich und den französischen Gesetzen zu-wider, dass sie als Prinzessin von Geblüt zu‘ einer Ehe schreite, ohne \ orwissen und Ein-■ willigung des Königs.“ Allein der Botschaftervernahm schon zu Strassburg, wohin er erstEnde Juni's gelangte, dass von keinem Reichs-tage die Rede, und Maximilian bereits aufdem Wege nach Köln sei; daher hielt er es fürzweckmässiger, seine Rückreise nach Frank-reich anzutreten. Er hatte zn Mainz, wo dieGesandten der Maria schon vorher die Gemii-ther wider ihn aufgereizt und den Erzherzog,wiewohl vergeblich, erwartet hatten, und nach-mals auch zu Köln, welche Stadt äusserst feind-lich gegen die Plane Ludwigs XI. sich zeigte,grosse Gefahren bestanden, und unter allenFürsten nur den einzigen Herzog von Jülich ge-funden, welcher seiner sich annahm, jedochauch dieser mehr in der Absicht, um vor derVolkswuth ihn zu schützen, als um seine Auf-träge zu befördern *). Auf Unrwegen kam Ga-guin demnach durch die Champagne und Artoisnach der Heimath zurück.
Höchst anziehend ist in den Chroniken, zu-mal in den wonderlijcken Oorloghen, der Gram,
*) Vergl. R. Gaguini Annal. Rer. Gallicar. L. X.. p. 275.Müllers Reichstags - Theater S. 57.
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