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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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Benedictionen begrüsst, nahmen für eine WeileUrlaub von einander, sahen sich jedoch baldwieder und zwar allein; ihre Herzen strömtenzum ersten Male frei und schwelgerisch in ein-ander *).

Das Gefolge des Erzherzogs verlor die Ge-duld, da es nicht weniger, als eilf Stunden aufneue Befehle seines Herrn w'arten musste, wieder Gesandtenbericht, mit ziemlicher, hier un-mittheilbarer Naivetät sich ausdrückt. Wirübergehen nunmehr die fernem Einzelnheitenvon den Gastmählern, Tänzen und Freuden derRitter, Damen und Bürger, von den Verdriess-lichkeiten unter den verschiedenen Geleiten dermitgezogenen Fürsten, von den Berührungender wälschen und teutschen Manieren und vonden Artigkeiten, welche man sich gegenseitigerzeigt. Bald ward auf burgundisch, bald aufteutsch getanzt. Margarethe suchte überallbestmögliche Fröhlichkeit unter den Gästen zuverbreiten. Der Hauptberichterstatter erzähltvon den fernem Vorgängen in der Haupt-sache folgendes: Mittwochs, nach dem Essen,vor der Vesperzeit, trat der w'älscbe Untermar-schalk in die Herberge der fürstlichen Abgeord-

*) Chronyche van Hollandt, Zeelandt enz. Alles hierErzählte ist treu historisch. Eine Vergleichung der poeti-schen Scene mit jener der Hochzeit Siegfrieds und Chrimhil-dens in den Nibelungen dürfte nicht geringes Interessegewähren.

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