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bieterische Pflicht, in allen übrigen Städten,wo es noch nicht geschehen, die verschiedenenRechte zu beschwören.
Der Herr von Crevecoeur war mit bedeuten-dem Kriegsvolk in Artois, und vorzugsweisebei Therouane und in den Umgegenden gela-gert; er hatte den Grafen von Nivers und meh-rere andere Feldhauptleute von Rang bei sich.Diese entsandte er vor Arras zu neuen Angrif- ;fen auf die Stadt. Sie verbrauchten Kriegs- >listen und Geschosse wider die Besatzung mitgleicher Geschicklichkeit und setzten dem Be-fehlshaber Wouter van Oyn jeden Tag hefti-ger zu.
Inzwischen war der Graf von Romont und derLandgraf von Hessen, welche von dieser GefahrNachricht erhalten hatten, in Eilmärschen vorgedachter Stadt angekommen. Unter dem don- 1nernden Schlachtruf; „Hie Oesterreich und Bur-gund!“ fielen die teutschen Knechte über diefranzösischen Bogenschützen mit grossem Un-gestüm her und zerstreuten ihre Reihen. Cre-vecoeur floh nach Blangey. Die gefangenenLandleute aus der Gegend, welche mehrere jTage hindurch von dem Feinde muthwillig ge- Iquält worden, entliess man nach Hause; dieSieger plünderten die Leichname der Erschla-genen und warfen sie darauf in eine einzigegrosse Grube; darauf hielten die beiden Feld-herren ihren Einzug in die Stadt und wurden
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