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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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von den angstbefreiten Bürgern mit Jubel be-grüsst. Des folgenden Tages eilten sie, St.Thomas zu verwahren, gegen welchen Ort, lautzugekommenen Gerüchten, Crevecoeur bereits,des Gelingens ziemlich sicher, einen heimlichenAngrift' entworfen hatte. Der Landgraf über-nahm in Person den Befehl über die Besatzungdes unter den damaligen Umständen höchstwichtigen Platzes.

Den Herrn von Esquerdes wurmte der Schimpfvor Arras sehr, und sein B^leiter Nevers, dasGefühl des Schmerzes theilend, rief aus:DerTeufel hat das Rossvolk hergezaubert, das somqrdgrimmig uns in den Rücken fiel, in einemAugenblick, wo wir der Uebergabe der Stadtgewiss sein konnten. Aber geschehen ist nungeschehen!Ja wohl lässt der flämi-sche Berichterstatter den französischen Ober-feldherrn darauf erwiedern so ist es; ver-maledeit seien all diejenigen, die uns diessangethan! Hat der Herzog Maximilian nochviele solcher frischen Männer, so werden wirmancherlei Ungemach erdulden müssen. InWahrheit, es sind Kerls wie Riesen, und in denWaffen so geübt, dass unsere Franzosen garnicht Stich halten konnten. Sicherlich, wennwir die Flucht nicht ergriffen, würden sie unsalle getödtet, oder doch gefangen haben. DerGraf von Romont und der Landgraf von Hessenfügten uns Schimpf und Mord zu; allein, soI. 14