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Gang gethan.“ Der Herr von Crevecoeur be-sänftigte ihn durch das Versprechen, einen Zuglängs der Lys unternehmen und durch das An-zünden einer Reihe von Ortschaften, sowie durcheinen Hauptangriff auf die Kriegsmacht der Fla-mänder ihn rächen zu wollen. Der Seneschallvon der Normandie sollte zu diesem Behuf miteiner Abtheilung Heerbanden vorausrücken, wasauch geschah. Der König selbst und sein Feld-herr rüsteten zu Therouanne, wohin sie zurück-gekehrt, sich zu Grösserem.
Die armen Landleute, geplündert, abgebranntund gemisshandelt, liefen nach Ypern, und klag-ten dem Erzherzog und Marien ihre schwereNoth. Max versprach glänzende Genugthuung;auch die Herzogin redete ihnen Trost zu, mitden Worten: „Kinder, gebt Euch doch zufrie-den; Euer Schaden betrübt uns inniglich, aberer soll Euch ersetzt und gerochen werden! “Der Prinz war entschlossen, alsbald persönlichins Feld zu ziehen; vergebens suchten Romontund Ravenstein, und von Nassau Herr Engel-brecht ihn abzuhalten; er rief mit edlem Un-willen aus: „Soll ich meine und Mariens Un-terthanen vom Feinde schinden lassen, und hiermüssig im Neste sitzen bleiben? Fürwahr, dasbrächte mir grosse Schmach!“ Mit Mühe nurgewann es Maria durch zärtliches Kosen, unddadurch, dass sie alsbald auf Absendung einestüchtigen Haufen Volkes gegen den nur drei Mei-