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Mal so heroisch sich gehalten, erlag endlichbei erneuerter Belagerung ebenfalls dem Ge-schicke in Folge schändlichen Verraths. Einegewonnene Partei und die teutschen Söldnerbrachten bei einem verabredeten, falschen Aus-fall, eine Masse französischer Freischützen mitdurch die Thore herein; die Stadt sah sichplötzlich überschwemmt und bewältigt. Jederfernere Widerstand war fruchtlos. Eine allge-meine Plünderung fand statt, und eine gänzlicheEinäscherung vollendete das Trauerspiel, wel-ches der Herr von Chaumont, zur Sühne fin-den früher erlittenen Schimpf der Waffenehreseines Monarchen aufführte.
Glücklicher war Besan^on, welches, als freieStadt des teutschen Reiches, nur den Schutzund nicht die Herrschaft von Burgund aner-kannt hatte. Kein dringendes Interesse be-stimmte die Bürger zur Wehr gegen die Trup-pen Ludwigs; und da Karl von Amboise dieRechte und Privilegien der wichtigen Stadt zuehren verhiess und eine Urkunde darüber aus-stellte, so öffnete sie, in Folge Vergleichs, dieThore. Letzerer selbst ward, gegen die Ge-wohnheit der französischen Feldherren, gewis-senhaft beobachtet. Der Rest des Landes fielnun ohne schwere Arbeit, nach Einnahme derHauptplätze, dem Könige ebenfalls zu.
Dieser, so hocherfreut er über all’ dieglänzenden Erfolge war, fühlte doch eine dop-