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Dieß sollte nun eine Molkenkur in Gais vermögen, und ,n derThat hat sie die Verordnung aufs glänzendste gerechtfertigt. Inden ersten vierzehn Tagen hatten jedoch die Molken nichts ander Sache geändert. Sie wurden zwar gut vertragen, vermehr-ten den Appetit, wirkten aber nur diurctisch. Um sowohl einetägliche Leibcsöffnung, als nach und nach die den Darmkanalbethätigen sollende Wirkung der Molken einzuleiten, ließ ichMorgens und Abends nur einen Theelöffel voll kohlensaurerMagnesia nehmen, mit welcher ich den Zweck vollkommen er-reichte. Nach drei Wochen konnte auch diese ausgelassen werden,und die Molken brachten die erwünschte evacuirende Wirkungvon selbst hervor. Nach einem fnnfwöchcntlichen Aufenthalt warenalle krankhaften Erscheinungen verschwunden, und Patientinfühlte sich so wohl, daß sie bald nachher auf Hymens lachendenBlumcnwegen wandelte und nun die süßen Freuden eines glücklichen ehelichen Lebens genießt.
Eilfte Kraickheitsgeschichte.
Herr M. v. Z., ein junger, robuster, sanguinischer Mann,litt an allgemeiner Vollblütigkeit, die in Folge fehlerhafter Rich-tung mrch den Lungen ihn beinahe zum Hektiker gemacht hat.Durch allgemeine und topische Blutentziehungen, strenge Diätund zweckmäßige medizinische Behandlung gelang es den ärzt-lichen Bemühungen, die Krankheitserscheinungen auf eine plo-tlloru abckoininslis zu reduziren, gegen die mit Erfolg dasPüllnäerwasser in kleinen Quantitäten gebraucht wurde. Mit derVollblütigkeit war aber auch eine pathische Schärfe und Hämor-rhoidaldisposition verbunden. Vom anhaltenden Gebrauch derMolken hoffte man Genesung von diesen Leiden. Ich verordnetedem Kranken vor Allem aus eine geeignete magere Kost, Ver-meidung von Wein und Fleisch, dafür Wasser und hauptsächlichvegetabilische Nahrung. Eine Hauptindikation war die cki^ositio