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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
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40
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ji- 26 .

Bei Affektionen des Halses und derBrust und gereizt entzündlichem 3».stand der Lungen, chronischer Pneu-monie, Bluthusten, Lungenknoten,Lungengeschwüren und angehenderSchwindsucht sind die Molken sehrwirksam, da sie die Reizbarkeit über-haupt und besonders die der LungenHerabstimmen.

Burdach 1.

Zwölfte Krankheitsgeschichte.

Herr T. v. P. ertheilte einem Herrn E., der ihn wegenseines Halsübels um Rath fragte, folgende Antwort: „Sie be-finden sich, was die Hülfe der Aerzte angeht, in der nämlichenLage, in der ich mich vor 15 Jahren befand, nämlich, daßjeder die Verordnung des andern tadelte und keiner die Krank-heit aus eigener Erfahrung kannte. So ging es mir, als ichim Jahr 1820, von den Aerzten verlassen, nach B. kam; da-gegen war ich viel kränker als Sie; ich hatte anhaltendes Fieberund bei der Heiserkeit nicht bloß Brennen im Hals, sondemstechende und schneidende Schmerzen in der Luftröhre beim Athmen,so daß ich keine Stiege steigen, die kleinsten Hügel in B. nichthinaufkommen konnte. Da wandte ich mich an Dr. Uhland inTübingen, der mich dann in Zeit von vier bis fünf JahrenHergestellthat. Das vortrefflichste von allen Mitteln, die ichbrauchte, war: die zwei Jahre lang im Sommer wieder-holte Molkenkur in GaiS. Jene Molken find weit wirk-samer als die unsrigen, weil die Ziegen auf den höchstenAlpen weiden, wo sie die kräftigsten Kräuter finden. Dabeiist die reine Luft in Gais das allerbeste Stärkungs-

1 Burdach. vr. Karl Fr., Arzneimittellehre Leipzig >807