pulv. ruck. liguirit. Or. X.
8«»n. nnisi vulgär. tlr. v.
>1. t. I'ulv. «lot. tul. «los. wro. 8.
Das erste dieser Pülverchen, Abends 10 Uhr genommen,verursachte eine außerordentlich gute Nacht: Verminderungdes Hustenreizes, des Auswurfes, des hektischen Fiebers undeinen fünfstündigen Schlaf. Den folgenden Tag fühlte sich Patientsehr gestärkt und dankte Gott und mir mit gerührtem Herzen,indem er sagte, daß diese Nacht seit langer Zeit die erste ge-wesen sei, wo er wieder habe schlafen und seine Sorgen undseinen Kummer niederlegen können. Von nun an wurden diePülverchen jeden Abend mit dem gleichen Erfolg genommen;Patient wollte nicht mehr von ihnen lassen und betrachtete sieals sein Rettungsmittel. Obschon die Molken und Arzneien insymptomatischer Beziehung anscheinend gut wirkten, so war derKranke doch in wesentlich pathischer und in prognostischer Be-ziehung nach mehrwöchcntlichem Aufenthalt in Gais nicht vielbesser. Ich rieth ihm daher die Rückreise in seine Heimat undden allsälligen Gebrauch der Eselinnenmilch an und gab ihmzur weitem Konsultation ein Schreiben an Schön lein mit.Allein unser Rath war vergebens. Der Kranke starb auf seinerHeimreise in Mannheim.
LinunPwanzigste Krankheitsgeschichte.
Herr H. v. M. litt in Folge einer Lungenentzündung anHusten, mit kopiösen, eiterigen spüln und argem Asthma. DesNachts konnte Patient zwar schlafen und hatte keinen Husten,des Morgens aber beim Aufstehen bekam er jedesmal furcht-baren Husten mit Auswurf und bis zum Ersticken Engbrüstig-keit. Gegen diese Beschwerden wurden eine ganze Menge inner-licher und äußerlicher Mittel angewandt; Patient z. B. mitBlasenzügen und omplnstr. iliakolic., Brcchweinsteinpflaster