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balle sich das Eranthem durch Schwefelleberbäder, die zu reizendwaren, sehr verschlimmert. Das sonst robuste, aber lymphatischvollsaftigc Kind wurde nun zu einer Molkenkur nach Gaiö ge-schickt, wo der innerliche und äußerliche Gebrauch der Molkenvorgeschrieben wurde. Das Kind trank täglich zwei Gläser Mol-ken und nahm anfangs täglich und später je zum zweiten Tagein Molkenbad von Kuhschotten. Daß eine sehr strenge Diäteingehalten wurde, versteht sich von selbst. Das Frühstück bestandaus Eichelkaffee, das Mittagessen aus einem Buttersüppchenund Gemüse und das Abendessen wieder aus Butter- oder Po-madesuppe oder auS Haferschleim. Dabei ward das Kind so vielals immer möglich im Freien gehalten. Der Ausschlag bessertesich von Tag zu Tag und nach fünf Wochen war nicht nurder Ausschlag ganz geheilt, sondern das Kind auch noch vielkräftiger geworden.
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Ueberhaupt besitzen wir wohl kein Mittel im ganzen Arznei-schatze, das skrophulvse und hcrpctische Ausschlagökrankheiten sogründlich zu heilen im Stande wäre wie die Molken, innerlichund in Bädern gebraucht, und ich möchte die Aerzte im Namender leidenden Menschheit hieraus aufmerksam machen. Die Mol-kcnbäder sind bis jetzt in derartigen Eranthemen viel zu sehrvernachlässigt worden. Auch I>r. Kottmann *) hat den inner-lichen und äußerlichen Gebrauch der Molken in derartigen dys-krasischen Eranthemen anerkannt und angerathen. Freilich trittder fatale Umstand ein, daß die Molkcnbäder nicht so im Ueber-fluß zu haben sind und in der Anwendung, höher zu stehenkommen als die schwefel- und schwefelleberhaltigcn Mineralbäder., _/, , n
^ *) Kottmaun , I. E., AIsiI. vr, der Weißenstein. Die Milch- und
Molkenkurcn, anch Mölke,ibäder auf dem Jura bei Solothurn. Solothurn1829 .