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Molkenkur auf dem Weißenstein, wo nur Kuhmolken getrunkenwerden, half nichts. Ich empfahl dem Patienten eine äußerststrenge Diät, Vermeidung alles Fleisches und Weines. Die Wir-kung der Molken war sehr gut; sie trieben alle Sekretionen anund nach einem scchswöchentlichen Aufenthalt verließ PatientGais mit einem ausschlagfreien Gesicht.
S echsundzwanzigste Krankheit-geschichte.
Herr N. v. D. war mit argen Drüsengeschwülsten undskrophulösen Geschwüren an beiden Seiten des Halses behaftet.Auch in den Lungen war Skrophelbildung, in Folge derer derKranke stets ein drückendes Gefühl auf der Brust und Hustenhatte. Alle möglichen angewandten Mittel der Aerzte hatten keineso guten Wirkungen hervorgebracht als die zum zweiten Malewiederholte Molkenkur in Gais.
Siebenundzwanzigste Krankheitsgeschichte.
Fräulein K. v. A. wurde wegen weißen Flusses, PrurituS,juckender Schmerzen in den Serualorganen, wegen hysterischerKrämpfc und gestörter Menstruation nach Gais geschickt. DieMolken wirkten laxativ, verursachten täglich vier bis sechs schlei-michte Stühle und trieben dabei ungemein die Urinsekretion an.Nach Verfluß von vier Wochen war sie von jenen lästigen Be-schwerden vollkommen geheilt.
Achtundzwanzigste Krankheitsgeschichte.
N. v. B., ein Kind von zwei Jahren, war mit einemargen skrophulösen Ausschlag an den oberen und unteren Ex-tremitäten behaftet. Alle bis dahin angewandten innerlichen undäußerlichen Mittel blieben nicht nur fruchtlos, sondern gegentheilö