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sich mehr in der Lust aus und konnte sich mehr Bewegung geben.Die Spaziergänge auf unsere Hügel und Berge in der reinen,gesunden und stärkenden Berglust haben auf das Nerven- undMuskelsystem einen so wohlthätigen Einfluß ausgeübt, daß siesich außerordentlich an Leib und Seele gestärkt fühlte. Sie ver-ließ Gaiö mit den dankbarsten Gefühlen und Erinnerungen undist seitber eine glückliche Mutter geworden.
Dreissigste Krankheitsgeschichte.
Frau Fr. aus U., eine anscheinend robuste, dreißig Jahrealte und oft blühend aussehende Frau, welche in meist sehr kur-zen Zwischenräumen fünf Kinder geboren hatte und von einerMutter abstammt, die selbst jetzt noch in ihren siebenziger Jahren,obgleich kräftig aussehend, an Nervcnzufällcn mancher Art leidet,von denen sie fast ihr ganzes Leben durch verfolgt worden war,und die namentlich in früheren Jahren sich in allen Formender ausgebildctsten Hysterie kund gaben, leidet ebenfalls an Ner-venzufällcn, die sich aber mehr in hysterischen Kopfschmerzen zurZeit des Eintrittes der Katamenien äußern. Gleichzeitig hat aberschon während einer Reihe von Jahren sich ein Torpor desganzen Bauchnervensystems ausgebildet, der sehr nachtheilig ausdie Thätigkeit der Darmfunktionen einwirkte, so daß oft Wochenlange Appetitlosigkeit und eben so anhaltende Obstruktionen ein-traten, die kaum mehr durch Klystire verschiedenster Art unddurch Abführungsmittel zu beseitigen waren. Dabei hatte derUnterleib stets eine große Ausdehnung ohne Spannung derBauchwandungen oder fühlbare Anschoppungen in den Einge-weiden. Auch der Harnabgang war sehr träge, so daß sich oftein beängstigendes Oedcm an den Knöchelgelenkcn kund gab.Um diesen Leiden zu begegnen, wurden in den Sommern 1832bis 1835 vierwöchige Kuren in Ueberiingen, welches einen sehrkräftigen Stahlsäuerling liefert, in Verbindung mit täglichen