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^ Boerhaave *).
I Bei Schwindsüchtigen geben die Molkenein gutes Nahrungsmittel ab.
! Melltn.
Als ein nährendes (nutritives) Mittel sehen wir die Molkenangezeigt:
Bei Entkräftungen, Abmagerungcn und Auszehrungendes Körpers, als Folgen von Blutverlusten, Durchstellen,colliquativen Schweißen, langwierigen Krankheiten rc.,übertriebenem Coitus, von Onanie, bei Desorganisationender Verdauungsorgane, bei Scirrhus und cuneor p^loriund daher rührender, schlechter Chymifikation und Chyli-fikation oder von zu starken Anstrengungen des Geistes,Traurigkeit und andern Gemüthsaffektionen.
Die nährenden Eigenschaften der Molken sind schon längstein Streit unter den Aerzten gewesen. Die Einen haben sie zuwenig, die Anderen zu hoch angeschlagen. Daher denn jenesunpassende Beispiel von Scheuch; er und der Streit zwischenAepli und Amstein. Die nährenden Eigenschaften der Molkensind aber nicht nur relativ, sondern wirklich positiv. Sacht-leben sagt: „Die nährenden Eigenschaften der Molken sindstärker als man glaubt, denn verschiedene Patienten, die ich inder Kur gehabt, wurden durch die Molken stark und gesetzt."Wir wissen, daß sich Boerhaave etliche Monate und Fer-guson achtzehn Jahre allein von den Molken ernährt hat, und inden Memoiren der edinburgischen medizinischen Gesellschaft finden
') Aosekaav«, krwlvvtioll. »ecUeiuic., p»js. 434.