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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
Entstehung
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79
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Der Genuß des Biers ward in früheren Zeiten ganz verpönt,indem dasselbe als kältendes Getränk nicht zu den Molken passe.Auch dieser Grundsatz ist im Allgemeinen nicht ganz richtig.Ich könnte mehrere Fälle anführen, wo Kranken, denen derWein verboten warmem Glas guten Biers durchaus keine nach-theiligcn Folgen verursachte. Des Abends und in großen Quan-titäten ist es aber nicht zuträglich.

Das Frühstück

8 . 39 .

Der älteste Brauch und die älteste Vorschrift hinsichtlichdes Frühstücks war ein paar Stunden nach dem Molkentrinkcn,etwa um nenn Uhr, ein leichter guter, Bouillon, Fl eischbrühemit^rotschnitten. Diese Vorschrift wurde in älterer Zeit vonallen Kuranten genau und strenge beobachtet und befolgt. Nachund nach traten aber auch hierin Veränderungen und Neuerun-gen ein. Entweder aus Bequemlichkeit und Ockonomie derWirthe, oder aus Gourmandise der Kuranten, oder auch wegenärztlicher Verordnungen, geschah es, daß neben dem Bouillonauch Eiermehlsuppen aufgestellt und Kaffee getrunken wurde.Es ist auch begreiflich, daß die Fleischsuppe nicht als allgemeineNorm dienen konnte. Es gab Solche, die den Bouillon entwederaus Idiosynkrasie, oder weil er die abführende Wirkung zu sehrvermehrte oder gegentheils hinderte, nicht mehr genießen konntenund zu einer andern Suppe oder einer Tasse Kaffee Zufluchtnehmen mußten. Und in der That kann eine Tasse leichtenKaffee's mit Milch und etwas Brot oder eine leichte. Eier«.,mehlsuppe Manchem zuträglicher sein als ein Bouillon, und zu-mal schlechter. Schädlich aber ist es immer, wenn das Frühstückin zu reichlichem MaHe genommen und besonders wenn, wie esnicht selten geschieht, zwei bis drei Tassen Kaffee mit Rahm,Eierbrot, Butter und Honig genommen werden. Klagen dannHeilkräfte der Molken. (j