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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
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81
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so hängt dieß von der speziellen Krankheit und dem Heilzweckeab. Unterleibskrankcn und Hypochondrien, Bleichsüchtigen undsolchen, die an nervöser Reizbarkeit und nervösem Schwindelleiden, ist fleißiger Aufenthalt in der Lust und viele Bewegungzuträglich. Hals- und Brustkranke aber, besonders wenn dasUebel einen schleichend entzündlichen Charakter hat, können beiguter und warmer Witterung sich wohl im Freien aufhalten,aber ihre Spaziergänge müssen den Kräften und dem Leidenangemessen und dürfen nicht erhitzend, ermüdend und erschöpfendsein. Solche Kranke können nicht genug davor gewarnt wer-den, gleich im Anfang Hügel und Berge zu besteigen. Dassind die Fälle, wo der Patient und der Arzt den Eindruckder Luft aus die krankhaft affizirten Organe vorerst sorgfältigbeobachten müssen.

Hie und da geschieht es auch, daß Kurgäste während derKurzeit größere Bergpartien machen und den Kamor, den hohenKasten, das Wildkirchlein und die Ebcnalp besteigen. Alleinsolche Touren sind immer riskirt und von Seite des Arztesnur ganz Brustgesunden zu erlauben.

Leicht kann durch solch' anstrengende Touren ein schlum-merndes Uebel geweckt werden. Von nicht minder gefährlichenund nachtheiligcn Folgen ist es, wenn Brustkranke nach vollen-deter und selbst guter Kur Berg- und Schweizerrcisen unter-nehmen. Durch solche Reisen hat schon Mancher wieder ver-dorben, was die Molken gut gemacht hatten *).

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') Siehe vierzehnte Krankheits^eschichte.