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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
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1796 ein großes und schönes Gebäude, der neue Ochsen, dernun als eigentliches Kurhaus dient, erbaut*). In den Jahren1798 bis 1800, zu welcher Zeit sich französische und östreichi-sche Armeen in der Schweiz herumschlugen, verminderte sich dieAnzahl der Kurgäste ein wenig, was die außerordentlichen Zeit-umstände recht leicht erklären. In Gais war zur Zeit der fran-zösischen Invasion daö Divisionsgeneralquartier, und so vortreff-liche Herren die berühmten Generale Oudinot, Brunet,Lagrange, Mortier an und für sich waren, so mögen siedoch mit ihren Leuten von der stebenundfünfzigsten Halbbrigade,In Lerrible, Manchem das Molkentrinken verleidet und Schreckeneingejagt haben. Zu dieser Zeit kamen auch viele französische Emi-granten während der Kurzeit von Konstanz aus nach Gais,und historisch merkwürdig für Gais ist und bleibt, daß dasHaupt der Girondisten und Feuillants und der Stifter derfamosen oonlkdüralion cko« elubs: Adrien Duport, alsKurgast in Gais starb und begraben liegt, und daß nach dessenTod Alexander Lameth nach Gais kam, um seine Hinter-lassenschaft in Ordnung zu stellen. Duport kam Anno 1798,Mitte Mai's, sich für einen Nordamerikaner, Namens DavidPernis Schmidt, ausgebend, mit seinem eigenen Wagen undmit einem Bedienten von Echallonö hieher. Herr Duport littan Lungenschwindsucht und war so schwach, daß man ihm nurnoch eine kleine Lebensfrist zutraute. Nach ein paar Tagen habeer sich jedoch so weit erholt, daß er täglich eine kleine Streckezu reiten vermochte; allein es war zu spät, nach etwa vierzehnTagen unterlag er der Krankheit. In Uebereinstimmung mitmeinem Vater wollte auch Herr Lameth dem seligen Freundeein analoges Denkmal auf hiesigem Gotteöackcr setzen lassen,allein es blieb unausgeführt, weil Herr Lameth weder aus

Dieser neue Ochsen ist vom Vater. Samuel Heim, geb. den8 April 1764, gebaut worden