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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
Entstehung
Seite
99
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Lamme Molken gegeben. Im Jahr 1834 wurde der neueOchsen durch ein großes Gebäude erweitert und verschönert*),und auch die Krone und das Lamm sind seither moderner um-gestaltet, erstere bedeutend vergrößert und verschönert worden.

Der weit verbreitete Ruf, den sich Gaiö als Molkenkurorterworben hatte, war die Veranlassung, daß auch an anderenOrten in unserm Kanton, im Wcißbad, in Gonten und imHeinrichöbad, so auch in anderen Kantonen der Schweiz, inJnterlacken, Kanton Bern, auf dem Wcißenstein, Kanton So-lothurn ic., und in neuerer Zeit selbst in Deutschland derartigeMolkenkuranstalten errichtet wurden. Gais gehört aber als derzuerst entstandenen, der Mutter aller übrigen, der historischeVorrang.

8. 5.

Wie bereits angedeutet worden ist, liefert aber Gais denArzneistoff nicht **). Die Molken kommen aus den innerrhodi-schen Alpen und werden im Schwendetobel, in der Voralp,Auen, im Thal zwischen der zweiten und dritten Gebirgsreihe,Eingangs der Seealp, bereitet. Die Ziegen haben aber den Weid-gang in die Seealp, MegliSalp, unv auf den untern und obernMesmer. Die Ziegen werden Anfangs des Sommers in dieSeealp, dann in die Meglisalp und im August auf den obernund untern Säntis, den man hier zu Lande den hohen Mesmer

') Das dritte Gebäude wurde 1833 von meinem Bruder, SalomvnHeim, errichtet, unter dessen Leitung auch der schattenreiche Baumgartenvor dem Ochsen und die Promenade zu Stande kamen.

"*) Herr vr. Zelter hat sich daher in seinem Schriftchen: „DieMol-kenkur in Verbindung der Mineralbrnnnenkur; Würjburz, Etlinger'sche Buch-und Kunsthandlung, 1826", geirrt, als er Seite 21 unter den für Gaisschmelchclhaften Prädikaten auch das anführte: „Gais sei wegen der vielenZiegen, die dort einheimisch find, besonders §ur Molkenkur paffend "