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Erster Band. A - G.
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Abmachung

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Abrechnung

Abmachung ist bei der Handelsschifffahrt die Be-stimmung des von dem Versicherten erlittenen Schadensoder Verlustes.

Bei Lotalverlust und wenn die Police oder der Ver-sicherungsschein offen, d. h. dem Werthe nach unausgefülltgeblieben ist,, muß der Versicherer die Waaren nach demersten oder Facturenwerthe, nebst allen Abgaben und Spe-sen, die aufzuwenden waren, bis sie an Bord kamen, denVersicherungsbetrag eingeschlossen, bezahlen. Nach denenglischen Gesetzen hat es gar keinen Einfluß, ob sie an demOrte ihrer Bestimmung einen guten oder schlechten Absatzgefunden haben würden. Man nimmt an, daß der Ver-sicherer eine feststehende, nicht eine wachsende Summe ver-sicherte, und wenn ein Verlust eintritt, wird der Versicherteblos wieder in dieselbe Lage versetzt, in der er sich befand,ehe das Unternehmen begann. Ist die Police dagegen eineverwerthete (valueü), d. h. ist darin ein bestimmterWerthpreis des versicherten Gegenstandes angeführt, sonimmt man gewöhnlich bei Lotalverlust diesen darin ange-gebenen Werth an, wenn nicht die Versicherer nachweisenkönnen, daß der Versicherte nur ein angenommenes Inter-esse dabei hatte, oder die Waaren weit über den Werth an-gegeben wurden. Bei allen blos theilwcisen Verlusten mußjedoch der ganze Werth der versicherten Waaren ermitteltwerden. Der Versicherer nimmt also die Ermittelung derzu bezahlenden Entschädigung auf nicht totale Schäden,nicht die in der Versicherung gezeichnete Summe, sondernden ganzen Werth des versicherten Gegenstandes; dann re-partirt er die Summe des Schadens auf die gezeichneteSumme, und der Versicherte muß von dem Schaden so vielselbst tragen, als von dem Werth der Waare eher des Ge-genstandes überhaupt nicht versichert war. Das heißt,„der Versicherte ist für einen Theil sein eigener Versiche-rer", so wie da, wo er gesetzlich einen Theil des Risicosselbst laufen muß. Das Verhältniß stellt sich so. Ange-nommen, der Werth einer Waare sei 10,000 Mark, aberversichert seien davon nur 8000 Mark; es entstehe davonein Schade von 2000 Mark, also >/z des ganzen Werthesso bezahlt der Versicherer dieses '/s nur an der gezeichnetenSumme, also 1600 Mark, und der Versicherte muß dasVs von den nicht versicherten 2000 Mark mit 400 Markselbst tragen. Der Versicherte schätzt den zu versichertenSchaden selbst, ist jedoch nach Befinden zum Beweise ver-pflichtet. Pöhl, Assecuranzrecht, S. 106 ff.

Ein Schiff wird nach dem Werthe angeschlagen, dendasselbe zur Zeit des Anfangs der versicherten Reise hat, mitEinrechnung der Reparaturkosten, des Werthes seiner Ge-räthschaften, Lebensmittel und Vorräthe, der Vorschüsse andie Matrosen und im Allgemeinen aller Ausrüstungskosten,wozu auch die Versicherungsprämie gerechnet werden muß.

Geschieht eine solche Abmachung, so pflegt der Ver-sicherer auf die Rückseite der Police zu schreiben! „abgemachtdieser Verlust zu (so viel) Proc., zahlbar in einer gegebenenZeit, gewöhnlich einem Monate," und mit den Anfangs-buchstaben seines Namens zu unterzeichnen. Dieß wird füreinen Wechsel angesehen, ist als solcher prima tüoio Beweisvon der Schuld und kann nicht erschüttert werden, als durchden Nachweis, man habe ihn durch Betrug erlangt, oderes liege ihm ein Mißverständniß des Gesetzes oder der That-

sache zu Grunde. Vgl. die Artikel: Assecuranz-Con-tract, Police, Versicherung gegen Seegefahr.

Abo (finnisch Turku), Stadt und bis 1819 Haupt-stadt im russischen Großfürstenthum Finnland, Hauptstadtdes gleichn. Guvernement, an der Mündung des Aurajokiin den bottnischen Meerbusen; 60° 26^ 88" n. Br., 19° 37^L. L. 1842: 1033 H. und 10030 Einw. In der furchtbarenFeuersbrunst im Sept. 1827 brannten die Universitätsge-bäude, andere öffentliche Gebäude und 780 Häuser nieder;seitdem ist die Universität, deren Gründung durch GustavAdolf im I. 1628 in einem Kollegium geschah, das 1640durch die Königin Christine zu einer Universität erhobenwurde, nach der neuen Hauptstadt Helsingörs verlegt. Nurkleinere Schiffe können auf dem Fluß bis an die Stadt kom-men; größere bleiben in dem Hafen Bekholm, °/, St. vonder Stadt, bei der sich der eisenhaltige GesundheitsbrunnenKuppis befindet. Die Stadt hat beträchtliche Fabrikenvon Tuch, Leinwand, Leder und Taback, Zuckersiedereien,bedeutende Rhcderei, eine Schiffswerft von großen Schiffenfür den Holzhandel, treibt einträgliche Fischerei und Handelmit Brettern, Getreide -c. Die Stadt litt auch schon 1775durch einen großen Brand. Merkwürdig ist der hier fürSchweden ungünstige zwischen Rußland und Schweden 1743geschlossene Friede.

Münzen, Maaße, Semichte und Nechnungsmeise sindhier, wie in ganz Finnland, gesetzlich die russischen;jedoch werden daneben wegen der Gewohnheit die schwe-dischen im Gebrauch behalten. Dieses Verhältniß wurdedadurch fortwährend erhalten, daß für Finnland bis 1844ein mit Schweden leichtes Verkehrsverhällniß nach Verträ-gen bestand. Sobald dies verändert wurde, verringerte sichder Betrag des Handels mit Schweden merklich. Vgl. dienäheren Umstände unter Finnland.

heißen geschnittene oder walzenförmige

längliche Korallen.

eine der geringsten Sortenfranzösischen Tuchs aus Nimes, Sedan rc., das 1600 Ket-tenfaden hat und besonders stark über Marseille in die Le-vante geht.

Abonnement, ist ein eigenthümliches Verhältnißvon Vorausbezahlung auf eine fortlaufende Reihe von Ge-genleistungen, das in Frankreich allgemeiner gilt, als inDeutschland, wo es gewöhnlich nur auf die Vorstellungenim Theater, auf Concerte, auf fortgehende Lieferung vonSchriften oder Zeitschriften u. dgl. stattfindet. In Frank-reich wendet man dasselbe in kommerziellen und industriellenUnternehmungen an, um dadurch die Mittel zu deren Aus-führung zu gewinnen. So giebt es hier ein: Abonnementpour Ie8 contrikutiuns inäirect« in mehrfacher Weise, Abbon-nement du üroit äe üibricution äes bieres, und Abonnementäes vmiures publigues, die alle durch besondere Gesetze ge-ordnet sind.

Abrand, s. Eberraute.

Abranne oder Englisch-Roth ist eine rothbrauneFarbe, die sich auf der englischen Insel Wight findet.

Abrechnnng, engl. clenrinx, heißt unter den lon-doner Bankiers eine Einrichtung, die Tratten auf dieHäuser unter einander auszutauschen und die Differenz zu

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