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Adams-Fci'gcn
Adlerholz
Adams-Feigen, s. Abaca.
Adamsholz, ruff. Aäammvoi liost oder Aäamovevren-o, Adamsknochen, ein sehr hartes, fossiles, dem Eben-holz ähnliches schwarzes Holz aus der Gegend von Astra-chan. Lager von solchen adamitischen Holzstämmen hatman in der neuern Zeit auch in Sibirien, um Jakutzk ineinzelnen Stämmen, aber im Lande der Tundern zwischender Jana und Jndigirka in mächtigen Schichten gefunden,wo es von den Wellen der Landseen ausgewaschen und andas Ufer getrieben wird. Auch an dem nach Süden gekehr-ten Abhang der Inseln Neu-Sibirien im Nord-Eismeer,gegenüber der Mündung der Jana, stehen 230 bis 300 Fußhohe Berge solchen Holzes, das als Treibholz hierher ge-führt worden ist. Die Eingebornen nennen dieses Holzadamitisches Wesen (russisch Adamowtschina). Auch inDeutschland finden sich in den meisten Torflagern großeBaumstämme, die an der Luft stcinhart werden und eineschöne Politur annehmen. Da sie gewiß vor Lausendenvon Jahren in ihre jetzige Lagerstätte gekommen sind, sonennt man sie nicht unpassend Sündfluthholz. Verar-beitet wird es wenig, eignet sich auch wenig dazu.
Adarme, ein südamerikanisches, sonst spanisches Ge-wicht von etwa 1 Loth Schwere.
AdataiS, Adatis, ein feines, dünnes baumwolle-nes Zeug, eine Art Muslin, das am schönsten in Bengalen,gewöhnlich das Stück 9 Parks lang und 1 bis l'/z Parksbreit, aber auch in Pondichery, gewöhnlich das Stück zu10 Stab Länge und ^/, Stab Breite verfertiget, und be-sonders von Franzosen und Holländern nach Europa ge-bracht wird.
Adeln, eine Rechnungsmünze in Surate, deren 120auf eine Rupie gehen, und 2833 Stück — 1 köln. Mark s.Silber sind.
Aden, Stadt an der Ostseite der Südspihe von Ara-bien, auf einer Landzunge, in der Tiefe einer kleinen Buchtin dem Golf, den man nach der Stadt das Meer von Adennennt-, 12»43'n. Br. 42« 30' 3«i" ö. L. Sie hat einender besten Häfen der arabischen Küste. Die Lage der Stadtin der Nähe der Straße Bab-el-Mandeb, so wie der Küstevon Afrika gegenüber giebt ihr eine vorzügliche Wichtigkeit.Deshalb suchten die Engländer, sie zu gewinnen. Es ge-lang ihnen 1838 den Scheik zu überwältigen, so daß ereinen durch einen Friedensvertrag die Stadt 1839, 2. Febr.abtrat. Dadurch kamen die Engländer in den Besitz einesfesten Platzes, der sich vorzüglich zu einer Station imDampfschifffahrtsverkehr zwischen Bombay, Kalkutta undSuez eignet. Die Verbindung zwischen Bombay und Suezunterhalten fünf Dampfschiffe, zu 160 bis 200 Pfcrdckraft,von denen monatlich von beiden Orten je Eins abgeht.Zwischen Kalkutta fahren zwei Dampfschiffe, jedes zu 320Pferdekraft. Der Handel des Orts beschäftigt sich beson-ders mit Kaffee, Gummi, Weihrauch, Myrrhen und Bal-sam. Die Zahl der Einw. wird zu 10,000 berechnet.
Adenos, Seebaumwolle, franz. Lolon äo Meine,ist eine feine levantische Baumwolle, die aus Aleppo überMarseille in den Handel kommt, gehört aber zu den schlech-testen Sorten.
Adiowensamen, engl. Achonacn 8eeä; lat. 8ementeäwn-aen. Die Samen der in Aegyptcn wachsenden Ammi-pflanze (Lumum copiicum, 8pr.), welche erst seit 1792 inEuropa bekannt sind. Sie ähneln dem Petersiliensamen,sind grünlich braun, von starkem gewürzhaftem Geruchund kümmelähnlichem Geschmack. Gebrauch: nur in derArzneikunde. — Die Samen einer in Ostindien heimischenPflanze (Aldamamda.Ijonon VVull) sind früher einmal (imI. 1804) versuchsweise durch die Engländer in den Handelgekommen, haben aber keinen Eingang gefunden, obgleichder Ctr. nur zu 28 Schilling berechnet wurde. In Ostin-dien werden sie häufig zum Würzen der Speisen benutzt.
-U.«! franz., deutschFettwachs, nennt man
eine, durch Fäulniß thierischer Körper erhaltene, dem Wall-rath ähnliche Substanz. Man hat sie auch Leichenwachsgenannt, seitdem Thouret undFourcroy sie aus menschlichenLeichnamen bereiten lehrten.
Adjnstement, 1) s. Abmachung. 2) Heißt dieEinrichtung einer Waage und der dazu gehörigen Gewichte,damit dieselben mit dem Rormalgewicht genau übereinstim-men. Die Untersuchung, ob eine Waage so genau gear-beitet ist, darf man bei keinem Stück vor dessen Gebrauchunterlassen, aber vorzugsweise nöthig ist es bei den Gold-waagen. 3) Ist es die gesetzmäßige Prüfung der Münzennach Feingehalt und der vorgeschriebenen Größe, ehe die-selben zur Ausgabe gebracht werden.
Adler, Lazlo, eine nordamerikanische Goldmünze zu10 Dollars — 13 Thlr. 4 Gr. preuß. Eurant. Es giebtauch i/2 - und >/. Stücke. Sie ist nach dem darauf befindli-chen Wappen der Vereinigten-Staaten, einem Adler, be-nannt. s. Vereinigte-Staaten.
Adlcrholz, Paradiesholz, franz. llws ä'mgle,Ilais oguUuire, llois ä'aguila; engl. llagle nooü; holl. Agel-dout, ^rensdout; ital.-lzolloco, llogno äoll' aguiia; span.4galoco, palv äel oguilu; dän. Ürnostroee; schwed. Örntrse;lat. Agollocbum, I.igmim agullao. Unter diesem Namenkommen mehrere verschiedene ostindische Hölzer in den Han-del. Vornämlich lassen sich drei Hauptsorten unterscheiden:1) das Calambacholz (s. diesen Art.); 2) das Agal-locheholz; 3) das im Handel sogenannte Aloeholz (s.d.Art.); 4) das eigentliche Adlerholz, von dem hier zu-nächst die Rede sein wird. Es hat eine schmutzig gelbe, in'sGrüne fallende Farbe, ist weniger harzreich als das Aloe-holz, faserig, zuweilen schwammig und theilt sich schwerunter den Zähnen; der Geschmack ist aromatisch, abernicht bitter (wie beim Aloeholz), und der Geruch schwachmoschusartig; auf der Durchschnittsfläche zeigt es weißePunkte. Wirst man es auf heißes Eisen, das aber nichtglühend sein darf, so entwickelt es einen angenehmen Ge-ruch, dem Aloeholz ähnlich, aber nicht so stark. Ist dasEisen zu heiß, so geht der eigenthümliche Geruch leicht durchden des mitverbrenncnden Holzes verloren. Auf den Mo-lukken, Sumatra und Ceylon, in Cochinchina rc. liefernbesonders zwei Species der Aguillu-ia, nämlich A. malaccon-sis, I.am. und A. secuuäuna (Xgallocdum secunärrium,kiumpd) das Adlerholz. Es kommt meist über England inden Handel und wird zum Räuchern gebraucht. In Ostin-dien wendet man es auch zum Bauen und als Arznei an.