Band 
Erster Band. A - G.
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87
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Amurca

, — 87 — Anacardmholz

und Berb.icekaffee pr. 1V Pfd., jeder andere Kaffeepr. 1/2 Pfund; — Hanf, leydener und friesl. Käsepr. 18« Pfund; — Butter pr. Faß von 40 Pfund Aeiw.— Satz pr. 1000 Pfund; — Holz pr. 30 Pfuyd, Ma-tz a g 0 n y aber pr. 2 Palm (Aecimeter); — Wein: Bor-deaux 1 »'. Faß von 4 Oxhoft, die übrigen franz. und italien.Weine pr..10 Bat 1 Kiloliter), Benicarlo, Billanova,Malaga/Portwein i>r. Faß von 2 Both, Leres, Tene-riffa und Madera.xr. Pipe; — Batavia-Arakpr. Bat(Hektoliter) oder pr. Legg er von 863 neuen Kannen,'Rum'pr. Bat oder pr. Anker von30Kannen;— Thranpr. Bat, bergevLeberthran aber pr. Tonne; — He-ringe pr. 12 Toynon, oder pr. 1 Tonne, Saröellönpr. Anker. ' .

Bei den Kaffee-Auctionen derNedrrlandscheHan-del-Maatschappy bestehen folgende Bedingungen: Netto-Tara 3 Proc. vom Ballen; 1 Proc. Gutgewicht und1 Pfund Super-Tara in Fässern; 1'Proc. Kosten zuLasten der Käufer; Zikl 3 Monat, oder contant mit 1'/-Proc. Disconto. — Surinalnkaffee wird pr. contantmit 1 Proc. Abzug verkauft. — Bei Holzwaaren ge-schieht der Handel meist auf 4 Monate Zeit, oder aus 6Woche» mit 1 Proc. Abzug.— Rabatt findet nur nochbei Fellen (die geschorenen und gesalzenen ausgenommen)statt, und zwar von 2 Procent aufs Gewicht und 1 Proc.auf den Werth. — Die Courtage ist sehr verschieden,für die meisten Koloniälwaaren 1/2 Procent von beidenParteien, für Wein, Rum, Thee, Reis, Früchte, Seide,Salz, Holz, Matten, Blei, Lichter, Häute, Felle,. Hör-ner rc. 1 Procent, für.Arak und Portwein 2 Procent. —Die Pr 0 visüon beim Waaren - Ein -- und Verkauf beträgtfür Deutschland 1'/- Procent, für die überseeischen Ge-schäfte so wie für England 2 Procrnt. — Das Delcre^dere bei Auctioncn ist gewöhnlich für Kolonialwaaren 1Procenr; für Getreide 1/2 Procent, für Artikel, die aüflange Zeit verkauft werden, z. B. Wein, 2 Procent, oderauch 1/2 Procent pro Monat.

Amuuca, franz. ümurpuo, -heißt das Mark der ge-preßten Oliven und die Hefe des Olivenöl, die früher durchKochen verdstkt als Heilmittel, jetzt nur zur Fabrikationgewöhnlicher Seifen gebraucht wird.

-Hl >1« » s. Mandeln.

s. Stärke.

Amyists, ein besonderer Gummi-Baum, von demes zwei Arten» giebt, die hier erwähnt werden müssen:Xmxris elemikera und ümpris xileaäcnsis. DerBaum der ersten Art heißt gewöhnlich Llonii span.6vma äv limuii, Wildölbaumharz (luss. lorebinlk.),und wächst in Carolina und Süd-Amerika. Seine Früchtegleichen, in Größe und Form der Olive. Das blaßgelbe,halbdurchsichbig'e, mir weisen und gelben Körnern vermischte,schmelzbare, zerreibliche, Harz fließt aus Einschnitten indie Rinde des Baumstammes, und verdickt sich in derSonne. Sein specifisches.Gewicht ist 1,0182; der Geruchstark aromatisch, dem Fcnchelsaamen ähnlich, und der Ge-schmack leicht bitter und erhitzend. Früher kam es in läng-lichrunden Broden, kn Jrisblättcr gehüllt, in den Handel,jetzt wird es zu vier bis sechs Pfund in Matten und Kisten'verpackt. In Alkohol ist es größrentheils auflöslich. Er-

wärmt leuchtet das echte Elemi im Finstern, besonders wennman mit einem spitzigen Instrument darüber hinfährt. In .Wasser destillirt giebt es ein flüchtiges und leichtgefärbtesOel, während ein. zerreibliches und geruchloses Harz zu-rückbleibt. Auch kommt Elemi aus Indien in den Handel,das von einer Pflanze kommen soll, die man Xmpris 2o^-lamiics nennt. Uebrigens wird häufig ein unechtes Elemiverkauft, das sich aber an seiner größeren Härte, demMangel d,es Leuchteüs. und dem terebinthenartigen Gerucherkennen läßt. Es wird zu Salben gebraucht, wodurch dieEiterung der Wunden befördert werden soll.

Der Baum der anderen Art heißt Xmjris Oileaäensis,franz. - Itaumo äo In ölecgue, eygl. Oalsam vk xileack, ital.Opod:,Is»mo, span. Lalsapw, arab. Xleooxo lärsdmoonrooiiie, 'pcrs. kogken. Derselbe ist in Habesch heimisch und wächstunter den Myrrhenbäumen der Küste entlang bis zur Meer-enge Bab-el-Mandeb. ' Däs Holz ist leicht, und porös, dieBlüthe weiß, die Frucht eine Kapsel mit einer glatten Ruß.Man gewinnt den Balsam, durch Einschnitte, in die Rinde,im Juli, August und anfangs September, wo her Saft-trieb am stärksten ist. Er wird von jxdem Tag in irdenenFlaschen gesammelt, die dann sorgfältig verstopft werden,weil sich der starkpikante angenehme Geruch leicht verflüch-tigt. Das zuerst ausfliesende heißt Opudslsamum, istanfangs gelblich, trübe und leicht; später wird es klar,-goldgelb und schwerer. Der (Ärpobalsamum, welchen man'für -geringer hält, wird durch Auspressen der reifenFrucht gewonnen. Die geringste Art ist der Xvlodalsawum,der durch Kochen der jungen Baumzweige bereitet wird.Unverfälscht löst es sich leicht in Wasser auf, kommt jedochselten rein in den europäischen Handel; Sein Geruch istscharf. Im Alterthum war es ein Universalmittel; dieAraber brauchen es in Magenlciden, und als Präservativgegen die Pest, am meisten aber die türkischen Frauen alsSchönheitsmittel.

Anabaffes , blau und weiß gestreifte Umschlagtücher(I'agnes) für -den afrikanischen Handel. Sie werden vor-züglich in Rouen, Brügge und Leyden verfertigt; gewöhn-lich 3/, Stab breit, und?/§ Stab lang.

Anacorden, s. Acäjou-Nüss«. 2) Obgleich dieAnacarden-Nüsse den Acajou-Nüsscn sehr ähnlichsind, so unterscheiden sie sich doch durch ihre Gestalt, undkommen von demAnacarilkun IvnUkollum I.amark. DieJndieressen den Kern derselben. Eine andere, ebenfalls in Ostin-dien heimische Art, ist Xnacarämm lookvünm I.auwrk. Uebri-gens hat das Oel der Anacardep - und Acajou-Nüfse gleicheEigenschaften.

Anacarden-Holz, Acajouholz, weißes Ma-hagoni) holz, nicht zu verwechseln mit dem Iluis ll'zoajuuder Franzosen, welche mit diesem Namen auch das Mahagony-holz belegen. Es ist das Holz des Elephantenlaus- oocrNierenbaumcs, znacoräium ocrnlcnmlo l.., der in West-indien, Malabar, Ceylon, Brasilien, Jamaica rc. wächst;weniger hart, als das eigentliche Mahagonv, und sehr feh-.lerhafr durch Risse, Knoten u. dgl. Bon den Tischlernwird es häufig als Mahagony verarbeitet. Es kommt überMarseille, Bordeaux und England in den Handel. Esgicbt.mchrerc Sorten: 1s das sogenannte aoojnu üo pummeaus Malabar. Dies ist weich, von starkem, nicht unan-