Anacoste
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Ancona
genehmem Gerüche, hat anfänglich eine röthliche Farbe,die mit der Zeit, wie beim Mahagonyholz, ins Bräunlicheoder dunkclrothe übergcht; 2) das Acajou äo Luv,-nur oderlleäro äe Ounünxo, ist ei» röthliches, mit gelben undweißen Ader» durchzogenes Holz, das aus Guyana ingroßen Blöcken nach Europa kommt, so daß man Brelerdaraus schneiden kann; es hat einen angenehmen Geruch,und nimmt eine gute Politur an; 3) das 4cajou äo irnuai-guo, ein braunröthliches Holz mit köncentrischen Kreisen.
Anacoste, Anacote, em Wollenzeug (8orge), wasvorzüglich in England (Manchester), Frankreich (Amiens,Beauvais), in Belgien (Brügge), in. den Niederlanden(Leyden, Arschoet, Ypern) und auch in Deutschland (Ber-in, Breslau, Elberfeld, Gera/Penig, Rochlitz ic.) ge-webt wird. Die franz. und'belgischen Stücke sind 20 Stablang und 1 Stab breit, von den englischen die feinste Sorte42 Yards, die minder feine Sorte 30 Yards lang undbeide V- Yards breit.
Anam, s. An-Nam.
Ananas, franz. Lnavas oder l'ommo äo pin; engl.pino opple), die bekannte, eßbare Frucht der in Südamerikaeinheimischen Ananaspslanze (vramollu äuanas, I..) , die inEuropa häufig in Treibhäusern gezogen wird. Sie machtzwar keinen eigentlichen Handelsartikel aus, da sie gewöhn-lich nur frisch genossen wird; aber in Zucker eingemachtbringt man sie aus Westindien und Madera doch in denHandel. Der ausgepreßte und -gegdhrene Saft giebt einweinartiges Getränk. In Frankreich und Italien bereitetman durch Destillation der Ananas in Rum. einen, unterdem Namen Nanaja sehr beliebten Liqueur, Ananas-L i q u e u r.
Ananasleinen, macht man in den Tropenländernaus den Blättern der Zaun-Ananas (0,-omelW pvxmaea),die auch" wie der Flachs zu einem Gespinnst bereitetwerden.
Auapaima-Holz, ein sehr dicht geädertes Holz inGuyana, wird zum Bauen verwendet. Die aromatische -Rinde brauchen die Jndier als Heilmittel.
Anatocismns (vsura ttsurarüm) Zins aufAins,s. d. Artikel.
Ances d'ArletS, ein Flecken auf der französischenAntillen-Jnsel Martinique, wo der beste Kaffee auf derInsel wächst.
Anchovis, Anschovis, in Languedoc und derProvence 4nc>ioxo genannt, lllnpea.encrassirliolus I.m., istein kleiner, den Sardellen ähnlicher, sehr thraniger Fisch,selten über 4 Zoll lang. Im . Frühjahr und Anfang desSommers werden an der Küste von Dänemark und Holland,aber vorzüglich an der Küste des mittelländischen Meers viel(besonders in dunkeln Nächten gefangen). Der größte Theilwird sogleich eingesalzen; denn frische Anchovis sind nichtbeliebt. Bor dem Einsalzen werden die-Köpfe abgerissenund zugleich die Eingeweide mit der Galle herausgenommen,im Meerwasser gewaschen, etwas getrocknet, und dannschichtweise in kleinen Fässern eingesalzen und etwas rotherzu Pulver geriebener Thon darüber gestreut. Marseille,Livorno, Trieft treiben damit einen beträchtlichen Handel.
Gute Anchovis müssen ein festes Fleisch haben, außen weißund innen röthlich aussehen. Man preßt aus den Anchovisauch'einen Thran, der von den Gerbern gebrauchs wird.Man kann sie mit confitürten, Oliven, Kapern und Pfeffer-gurken zubereiten. — Im mittelländischen, Meer wird aucheine andere, viel kleinere und wohlschmeckendere Art An-chovis, Melet (bmxrsulis meletta Iän.) genan'nt, gefan-gen, jedoch nicht in großer Menge.
K»« I>>«>»!» Itiiet«,-!,», s. Alcanna.
Ancona, Stadt und Hafen im Kirchenstaat, amadriatischen Meere, 43» 37^ 4" n. Br. 11° 0' 29" östl. L.das Lazarett,, 43° 37^ 49" n. Br. 11° 9^ 19" der Leucht-thurm, mit 30,000 Einw. Der Hafen, ein Werk der Na-tur, ist tief, aber der Gefahr ausgesetzt, allmälig zu ver-sanden. Sein Eingang wird durch hochliegende Bastionenbeherrscht und durch einen Molo gesichert. Er ist gegenalle Winde geschützt, man kann aber nur mit einem Lotsenhineinfahren,,den man durch ein Signal verlangt. Anconaist der bedeutendste Handelsplatz an der Ostküste von Ita-lien, und im Kirchenstaat, ein Stapelort der Waaren Eu-ropas und der Levante; seit 1732 Freihafen. Bemerkens-werthe Gebäude der Stadt sind die Kathedrale, Börse undder alte dem römischen Kaiser Trajan zu Ehxen gebauteTriumphbogen. Das Appcllationstribunal für die Delega-tionen Urbino-Pesaro, Macerata, Camerino und'Fermohat seinen Sitz hier. Außerdem bestehen hier Fabriken fürgefärbtes Leder, gbreinigten Weinstein (Crcmor-Tart.ari),Seife-, Schießblei, Taue und Segeltuch. Der Ausfuhr-handel vertreibt besonders Getreide, Schiffbauholz, Hanf,Taue und Stricke, Weinstein, Lammfelle, Häute, Leder,Wolle, rohe Seide, Seife, Taback, Alaun, Schwefel,Saffran rc., im I. 18-43 zu einem Werth von 4,282199Fl. Konventionsmünze. Die Einfuhr besteht vorzüglichin Kaffee, Wachs, Baumwolle, Baumwollengarn, Leder,Droguen, Eisen- und Stahl, Glas- und Krystall-Waa-ren, Blech, Indigo, Oel, Manufakturwaarcn, Blei,Quincailleriewaaren, geräucherten, gesalzenen und mari-nirten Fischen, Lohe, Zucker, Taback rc., im I. 1843 zueinem Werth von 10,207703 Fl. Konv. M.
Im I. 1834 betrug die
Einfuhr - Ausfuhr
von '
Frcs.
von
Frcs.
Geweben
1,800000
Getreide .
1,300000
Häuten und Leder
1,300000
Seide
960000
Wolle aus der Le-
vante
960000
Häute
430000
Gesalzene Fische
724000
Hanf
374000
Zuckbr
700000
Taback (inländ.)
380000
Droguen uird Mi-
- .
neralien
617000
Safran
328000
Wachs
600000
Mais
280000
Eisen und Stahl
812000
Tauwerk
218000
Glas und Krystall
460000
Droguen
168000
Quincailleriewaaren
489000
Kaffee
349000
In der Ausfuhr betheiligt sich England besonders anSchiffbauholz und Getreide, ferner Seide, Lammfelle, Wein-