Andalusien — 90 — Andreasmariengroschen
1 Braccio oder Elle — 0,664 Meter, — 294,33 paris,Linien.
100 Bracci — 72,617 engt. Pards, —33,374 rö-mische Kanne, — 88,216 wiener Ellen, — 99,889 preuß.Ellen.
Die Pertica oder Ruthe hat 10 Fuß.
Aeldmaaß. Die Soma oder der große Rubbiohat 889 Quadratruthen, dermittlereRubbiohat 799Quadratruthen,derkleineRubbio 623 Quadratruthen.
Getteidemaaß. 1 Rubbioist 8 Coppe, L 4 Provende,und hält 281 Liter, — 14163,893 paris. Kubikzoll.
199 Rubbj — 96,636 engl. Jmp.-Quarters, —93,429 röm. Rubbj, — 486,918 wiener Metzen, —811,267preuß. Scheffel.
/liissigkeitsmaaß. 1 Soma — 2 Barili, — 48Boccali, a 4 Fogliette. — 1 Soma — 79 Liter, —3828,87 paris. Kubikzoll, — 1,1998 röm. Barili, 1,2966wiener Wein-Eimer, 13,4968 engl.-Jmp.-Gallons, 1,9189preuß. Eimer.
Gewicht
handelsgenncht. Centinajo (Centner) — 199 Lire(Pfund), b 12 Once. — 1 Lire wiegt 339,979 Grammen,^ 6867,39 holl. As. — 199 Lire — 97,3236 röm. Pfd. —88,9414 wiener Pfd., — 72,7793 engl. Pfd. av. ä. p-, ^79,3733 preuß. Pfd., — 79,383 leipziger Pfd.
Als Gold- und Silbergewicht wird das römischePfund gebraucht.
Andalusien ist eine 839 QM. mit 1,839999 Einw.umfassende Landschaft im südl. Spanien, welche fast dasganze Wassergebiet des Quadalquivir umfaßt und von ho-hen Bergen umschlossen wird. Sie bildet jetzt ein General-Capitanat mit den sieben Provinzen: Jaen, Granada, Al-meira, Malaga, Sevilla, Cadir, Huelva; früher nur mitden drei Prov. Jaen, im O-, ein rauhes Hochland undmit Eichen schwach bestanden; Cordova, zwischen Jaenund Sevilla, das Thalland des Quadalquirir und d>e Korn-kammer Spaniens; Sevilla, flach, meist unangebautund baumleer. Wichtig ist dies General-Capitanat durchdie Vieh-, besonders Pferdezucht, vorzüglichen Wein, Oli-venöl, Früchte, Seide, Saffran, Salz, Soda, Blei,Quecksilber, Fischerei rc., Schiffbau (in Punlales), Ma-rineschule (in Sän-Fernando) und durch die Handels-,Hafen - und Fabrikstädte Sevilla, Algesiras, Andujar, Ca-dir, Cordova, Ecija, Huelva, Jaen, Moguer, Ossuna,Port-Sta-Maria, Puerto-Real, San-Lucar-de-Barramcda,Leres de la Frontera.
Andaman, eine Inselgruppe im indischen Ozean,im O. des bengalischen Meerbusens, zwischen 19° 39' bis13° 49' n. Br. und 99° bis 92° ö. L. Die Inseln Groß-und Klein-Andaman, Barren, Narkondam, Kokos-Jnselund Preparis. Die Bew., etwa 3909, sind gelb-schwarzmit Wollhaar, platter Nase, und dicken Lippen, gehörenzu einer besondern Menschenrace, die Andamenen, inmehreren Volkschaften, die sich auch zum Theil mit Papuasvermischt hat, wodurch die P o u-An d am en en entstandensind. Die dichten Wälder bestehen aus verschiedenen Bäu-men, der Poan, der Harzbaum Dammer, Nothfarbholz,Ebenholz, der Mandelbaum Beddam, Sundre, Lshingre,
Binde, Ploas, der Keutsh, der die Terra japonica giebt,Bambus, der Brodbaum Malori, Aloe, wilde Frucht-bäume; im Meer giebt es Sardellen, Alsen, Austern rc.Ebbe und Flut sind regelmäßig. Die Flut kommt aus W.,und steigt gewöhnlich auf acht Fuß. Die Abweichung derMagnetnadel ist 2° 39' O. — Die Engländer gaben die imI. 1791 gegründete Verbrecher-Niederlassung schon imI. 1793 auf.
Anderlecht, Fl. in Belgien, Süd-Brabant, beiBrüssel, mit 3799 Einw.; vorzügliche Butter, Baum-wollzeugfabriken, Spinnerei.
Andernach, eine sehr alte Stadt in der preußi-schen Rheinprovinz, Kreis Mayen, am Einfluß der Nettein den Rhein, mit 3399 Einw. Sie hat Blech- und Le-derfabriken, Wein- und Obstbau und treibt Handel MitPfeifenthon, Mühl- und Tufsteinen, die theils zum Baue»gebraucht, theils gemahlen als Traß nach Holland zumWasserbau versandt werden. Hier setzt man auch die bis-weilen 1999 Fuß langen Rheinflöße aus den von demOberrhein kommenden Holze zusammen, welche, oft über199,999 Thaler werth, nach Holland gehen. Rahe bei An-dernach inTönnesstein befindet sich eine Traßmühle undeine Mineralquelle, woraus jährlich an 69,999 FlaschenWasser versendet wird, und '/? St. davon der Heilbrunn,dessen Wasser milchfarbig ist.
Andorn, weißer Andorn (llerka »arrudii aiki),das Kraut des gemeinen Andorns (Usrrubium vulgäre, I..;I.abi»toe luss.) , einer fast durch ganz Europa an Schutt-haufen, Mauern, Hecken und Wegerändern wachsendenPflanze, deren Kraut im Juli und August gesammelt undgetrocknet wird. Das Kraut hat frisch und gerieben eineneigenthümlichen, nicht sehr angenehmen, etwas moschus-artigen Geruch, der sich aber durch das Trocknen verliert,und einen bittern, etwas scharfen Geschmack. Die Blättervariiren sehr nach dem Standorte; sie sind rundlich oderoval, stumpf, grob gekerbt, ganzrandig, runzelig, aderig,weich, behaart, und unten mit einem weichen, wolligenFilz überzogen, einen Zoll und darüber lang. Die Ver-wechselung mit Schwarzballote (llollota nixro) undKatzen münze (ölepela culorio) ist leicht zu vermeide»durch das Aussehen und den Geruch der Blätter. Ge-brauch: in den Apotheken, vorzüglich im Extrakt; auchhat man den Andorn als Lohe empfohlen.
Nudreasducaten ist eine russische Goldmünze, be-sonders unter Peter dem Großen geprägt. Sie wiegen 88.12 holl. As; Feingehalt: 18 Karat 9 Gran; auf eine köln.Mk. f. Gold gehen 73.143 Stück. Werth eines Stückes inPr. Cur.: 2 Thaler 19'/- Sgr.; es sind auch doppelteAndreasducaren geprägt worden.
Andreasgrosche», hannöverische Konventionsgro-schen, — l'/z Mariengroschen, mit dem Bild des heiligenAndreas.
Andreasgulden, Harzgulden, hannöverischefeine Silbergulden mit dem Bilde des heil. Andreas. Wertheines Stückes in Pr. Cur. 23>/2 Sgr.
Andreasmariengroschen, hannöverische 1, 2, 3,6, 12 Mariengroschenstücke mit dem Bilde des heiligenAndreas.