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Erster Band. A - G.
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Bank

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Betrag der Depositengelder nicht unter 16 Mill. Pfd. St.und nicht über 23 Mill. Pfd. St. sich belaufen könne, wes-halb er eine mittlere Summe als die wahrscheinlichste An-nahme aufstellte. Ein anderer Gewährsmann, der vieleJahre hindurch mit verschiedenen Banken in Schottland inVerbindung gestanden, behauptet, daß über die Hälfteder in ;enen Banken deponirten Gelder, mitdenen er in Verbindung gekommen, aus Sum-me n von 10 Pfd. St. bis zu 200 Pfd. St. bestandenhabe. Auf die Frage, welche Klaffe von Einwohnerndiese kleinen Einlagen mache, antwortete er: „Es sindgrößtenteils die arbeitenden Volksklassen in den Städten,wie Glasgow, und in den Landstädten wie Perth und Aber-deen sind es die Dienstboten, Fischer und diejenigen Ein-wohner, die von ihrem Erwerbe so lange kleine Summenersparen, bis sie dieselben in einer Bank niederlegen. DieUnterbringung dieser Summen erleichtern gegenwärtig dieSparkassen, welche das Geld so lange aufbewahren, bis esden Betrag von 10 Pfd. St. erreicht. Wenn es zu 10 Pfd. St.angewachsen ist, so kommt es dem Minimum dessen gleich,was die Banken annehmen. Das schottische Banksystem isteine Erweiterung des Sparkaffensystems. Nach Verlaufeines halben oder ganzen Jahres kommen diejenigen, welcheGeld in die Bank niedergelegt haben, und fügen das durchihre Arbeit Ersparte nebst den Interessen, die ihre dcponir-ten Gelder seit dem letzten halben oder ganzen Jahre getra-gen haben, zu dem Kapitalstocke und auf solche Weise ver-mehrt sich derselbe dergestalt, daß sie, wenn sie eine Summevon 100, 200 oder 300 Pfd. St. haben, im Stande sind,ein Haus zu kaufen, oder zu bauen, oder als Meister eineignes Geschäft zu betreiben, in dem sie bisher nur alsDiener arbeiteten. Ein großer Theil derjenigen, welcheGeld in diese Banken deponiren, gehört dieser Klaffe an,und eine große Anzahl unserer wohlhabendsten Pächter undFabrikanten hat auf diese Art begonnen."

Die Darleihen oder Vorschüsse, welche die schot-tischen Banken machen, werden entweder durch Disconti-rung oder auf Geldrechnungen bewilligt; demnach ist diesesVerhältniß nicht wesentlich von den Vorschüssen auf OffeneRechnungen bei den englischen Privatbanken verschieden.Diese Art von Kredit wird einer Privatperson von einerBankgesellschaft für eine bestimmte Summe, die selten unter100 oder 200 Pfd. St. beträgt, gegen ihre eigne Bürgschaftund die von 2 oder 3 der Bank annehmlichen Personen,welche für die Zurückzahlung der dargeliehenen Summe haf-ten, bewilligt. Derjenige, dem ein solcher Kredit eröffnetist, kann die ganze Summe oder einen Theil davon, nach

Belieben erheben, dieselbe oder Theile davon nach Gefallenzurückerstatten, indem nur von der von ihm herausgenom-menen Summe Zinsen berechnet'werden. Offenbar ist dieseins der bequemsten Mittel, wie Geldvorschüsse erlangt wer-den können; aber diese Art von Kreditbewilligung wird nursolchen Personen bewilligt, die ein lebhaftes Geschäft habenoder häufig Geld einzahlen und herausnehmen. Das Sy-stem der Geldrechnungen ist vortrefflich in dem Eommitte-berichte des Oberhauses vom 1.1826 über das Bankwesenvon Schottland und Irland entwickelt: „über den wohlthä-tigen Einfluß der Geldrechnungen zumal auf die mittlerenund ärmeren Klaffen der Bevölkerung von Schottland, derenSparsamkeit und Gewerbfleiß dadurch Aufmunterung erhält,sind alle Sachverständige, denen übrigens die Committsvollkommenen beistimmt, einverstanden. Jedermann, derbei der Bank um eine Offene Rechnung nachsucht, muß zweioder mehr competente Bürgen stellen, welche gemeinschaft-lich für ihn haften, und nachdem über den Charakter desKreditsuchenden, sein Geschäft und die Annehmbarkeit seinerBürgschaften hinlängliche Erkundigung eingezogen wordenist, wird ihm ein Kredit eröffnet und kann er den ganzenBetrag desselben oder soviel, als gerade seine laufenden Ge-schäfte fordern, aus der Bank entnehmen. Auf den Kreditder Rechnung zahlt er diejenigen Summen zurück, die ernicht anlegen kann, und nur von der täglichen Bilanz, wiees sich eben trifft, werden Zinsen berechnet. Ohne Zweifelentspringen aus der Erleichterung, welche alle kleinern Han-delsgeschäfte in solchen Offenen Rechnungen finden, und ausder Unterstützung, welche dieselben Geschäftsanfängern, dieaußer ihrem achtbaren Charakter wenig oder keine Kapita-lien besitzen, darbieten, damit sie die geringsten Erzeugnisseihrer Industrie vortheilhaft verwenden können, für die ganzeGemeinde die wesentlichsten Vortheile. Der Nutzen, wel-cher den Banken daraus erwächst, besteht darin, daß siedadurch Veranlassung finden, ihre Banknoten beständig inUmlauf bringen und einen Theil der niedergelegten Kapita-lien auf eine gewinnreiche Art anlegen zu können; auchsehen die Banken dieses selbst so gut ein, daß sie, um diesemTheil ihres Geschäftszweiges mehr Sicherheit zu geben undgrößeren Vortheil daraus zu ziehen, es für unumgänglichnothwendig halten, daß auf ihre Offenen Rechnungen häufig,wie sie sich ausdrücken, Geld gezogen werde und-daß sie die-selben fortzuführen sich weigern, im Falle diese mit inbe-griffene Bedingung nicht erfüllt wird. Der ganze Betragder Offenen Rechnungen wird von einem Sachverständigenauf 8 Mill. Pfd. St. veranschlagt, wovon die Bank imDurchschnitte etwa ein Drittel als Vorschüsse darleiht."

Uebersicht der in Schottland am 3. Januar 1839 bestehenden Joint-Stock-Banken.

Name der Banken und deren

Gründung

Zahl und Orte der Zweigbanken, im

Zahl der Theilnchmer

Hauptbüreaus

Januar 1839

1836

1837

1838

1. Bank of ScotlandHauptbüreau: Edinburgh

1693

Banchory, Aberdeen, Fraserburgh, Cum-nock,Kilmarnock,Ayr, Whichorn,Dum-fries, Dundee, Montrose, Dunfermline,Kirkaldy, St.-Andrews, Dunse, Lauder,Leith, Falkirk, Stirling, Glasgow, Air-drie, Strathaven, Haddington, Jn-verneß, Kelso, Kirkcudbright, Perth,Stonehaven, Greenock, PaiSley