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Erster Band. A - G.
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287
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Bank

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stimmt wird. — XI. Die Bank nimmt in allen ihren öffent-lichen Büreau's auf Depositenscheine oder Anweisungen oderauflaufende Depositenrechnungen Geld an. AufdemHaupt-büreau werden Wechsel auf London oder auf irgend eine derAgenturen ausgestellt; auf jeder Agentur werden Wechsel aufLondon oder auf das Hauptbüreau gezogen. Alle diese Docu-mente lguten aufden Namen derBank und sind mitdem Banksiegel versehen. (Das Siegel ist nun nichtmehr nöthig, ausgenommen bei den Banknoten.) Die Worteheißen „für die Bank von Schottland" oder „für den Gou-verneur und die Compagnie der Bank von Schottland."Wenn diese Documente in Edinburg ausgestellt werden,so werden sie von dem Kassirer unterzeichnet und von demersten Buchhalter gegengezeichnet; dagegen an einer Agen-tur müssen sie von dem Agenten der Bank als solchemunterzeichnet und von dem Buchhalter der Bank für dieseAgentur gegengezeichnet werde», außerdem haben sie für dieBank keine verpflichtende Kraft. — XII. Wechsel auf Lon-don, Edinburg oder irgend eine andere Stadt, wo die Bankihre osficiellen Correspondenten hat, werden in allen öffent-lichen Büreau's der Bank discontirt und eingelöst. DieAgenten der Bank urtheilen in gewöhnlichen Fällen über diepräsenticten Wechsel, so daß die Bckheiligten keinen Auf-schub erfahren. Die Bank verkauft in keinem ihrer Bü-reau's die von ihr discontirten und eingelösten Wechsel.Ihre Agenten können ihre Wechsel nicht indossiern, aus-genommen ofsiciell an den Kassirer. — XIII. Staatspapiereund andere öffentliche Fonds, die nach London übertragenwerden können, können gekauft und verkauft und die Divi-denden durch die Bank bezogen werden. — XIV. Die Bankgiebt in allen ihren Büreau's Kredit auf Geldrechnungen,auf Verschreibung mit Unterpfand. Die Sicherheit kanndurch persönliche Bürgschaft von Mehreren oder von Ein-zelnen oder durch Actien in der Bank von Schottland oderdurch Beides geleistet werden, oder man kann auch überdie zu gebende Sicherheit ein eignes Abkommen treffen.Gesuche um Vorschüsse werden bei dem Büreau, wo mandieselben verlangt, eingereicht, und muß der verlangte Kre-dit specisicirt und die zu gebende Sicherheit vorgeschlagenwerden, ebenso die einzelnen Theilnehmer, wenn mehreresich dazu vereinigen. Vorschüsse werden bloß von den Di-rektoren bewilligt und können nach ihrem Ermessen wiederzurückgefordert werden. Es wird vorausgesetzt, daß dieseVorschüsse nicht gemacht werden, um bloß Interessen zugewinnen; der Vortheil der Bank besteht dabei in dem leb-haften Umsatz ihrer Banknoten und in häufigen Rückzah-lungen an dieselbe. — XV. Die Dividende von dem Ge-winn der Bank betrug eine Zeit lang O'/z Proc. jährlich,183Z, so wie 1844 nur 6 Procent für die eingezahlten1 Million Pfund Stcrl. Die Dividenden werden regel-mäßig zweimal des Jahres kostenfrei ausgezahlt; sie könnenentweder auf dem Hauptamte der Bank oder auf irgendeinem ihrer Unterbüreaus, wie es dem Aktieninhaber ambequemsten ist, bezogen werden.

Im Auftrage der Versammlung der Direktoren,6. November 1818.

Die meisten der übrigen schottischen Banken werdennach denselben Grundsätzen und auf dieselbe Weise, wie dieBank von Schottland, verwaltet.

Die königliche Bank von Schottland wurdeim I. 1727 gegründet und ihr Kapitalstock betrug 181,000Pfd. St.; gegenwärtig belauft er sich auf 2 Mill. Pfd. St.'

Die britische Leinwand-Compagnie wurdeim I. 1746, wie schon ihr Name besagt, in der Absicht ge-stiftet, die Leinen-Manufaktur zu befördern; allein dieserursprüngliche Zweck ihrer Gründung wurde bald aufgegebenund sie wurde eine bloße Bankanstalt, deren Fonds sich auf300,000 Pfd. St. in 3000 Actien i, 100 Pfd. St. belaufen.

Keine der übrigen in Schottland bestehenden Bankge-fellschaften besitzt einen Freibrief und ist einer beschränktenVerantwortlichkeit unterworfen, indem die Theilnehmereinzeln und gemeinschaftlich, mit ihrem sämmtlichen Ver-mögen, für die unter ihrer Firma gemachten Schulden ver-antwortlich sind.

Einige davon, nämlich die Nationalbank, die Handels-Bankcompagnie, die Dundee-Handelsbank, die Perth-Bank-gcsellschaft zählen sehr viele Theilnehmer; ihre Geschäfte wer-den gewöhnlich durch einen Ausschuß von Direktoren, die vonden Aktionären jedes Jahr gewählt werden, verwaltet. Wiebereits erwähnt, begann die Bank von Schottland schon imI. 1704 Ein-Pfundnoten auszugeben, was ohne Unter-brechung bisher fortgedauert hat. „In Schottland waren— nach den Worten des von einer Committo des Unter-hauses im I. 1826 ausgefertigten Berichtes über die aufden Aussteller lautenden Wechsel (promissor;- nolos) vonSchottland und Irland — die in Umlauf gebrachten Wech-sel, zahlbar auf den Inhaber bei Sicht, für eine Summevon nicht weniger als 20 Schilt, zu allen Zeiten gesetzlicherlaubt; auch wurde keine Verordnung erlassen, welche dieZeit, wie lange in diesem Lande gesetzlich dieselben cirkulirendürften, beschränkt hätte." Verhältnißmäßig haben beiden schottischen Banken wenig Bankerotte stattgefunden;in den Jahren 1783 und 1823, während von den englischenProvinzialbanken viele zu Grunde gingen, fiel keine einzigeBankanstalt in Schottland. Dieser Vorzug einer größernSicherheit der schottischen Banken ist sehr verschieden beur-theilt worden. Man hat den Grund davon theils daringesucht, daß dort an so vielen Banken eine große Anzahlvon Aktionären betheiligt sind; theils in der vermindertenGefahr, welche mit den Bankgeschäften in Schottland ver-knüpft ist, theils auch in den von den schottischen Gesetzenan die Hand gegebenen Mitteln, sich leichter durch Beschlag-nahme des Eigenthums eines Schuldners, mag es nun be-weglicher oder unbeweglicher Natur sein, bezahlt machenzu können.

Depositen nehmen alle schottischen Banken, selbstin dem geringen Betrage von 10 Pfd. St. und bisweilennoch darunter gegen Verzinsung an. Die Zinsen, welchedie Bank für niedergelegte Gelder gewährt, wechseln mitdem allgemeinen Zinsfuß. Im I. 1826 betrugen dieselben4 Proc., im I. 1833 nur 2 und 2>/r, im Juli 1843 eben-falls nur 2>/z Proc. Man hat berechnet,daß der Gesammt-betrag der in den schottischen Banken niedergelegten Sum-men sich auf 20 bis 21 Mill. Pfd. St. beläuft. Im Jahr1833 scheint derselbe nicht unter 24 Mill. Pfd. St. gewesenzu sein. Allerdings kann man sich auf die Genauigkeit einersolchen Angabe nicht völlig verlassen. Der Gewährsmann,von dem diese Angabe herrührte,,war der Meinung, daß der