Bank
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ihre Zahlungen nur in Banknoten (Oäole äel banoo äelSpirito Santa), wie die hiesige Leihbank (dlonto-äj-?iela)ihre Vorschüsse und Darleihen gegen Gold, Silber, Juwe-len und unverderbliche Waaren. Diese Zettel, zu 3, 10oder 20 Scudi, lauten auf den Inhaber, verlieren abergegen baares Geld einige Procent.
Im Jahr 1834 wurde hier noch die Lanca Ilomana(römische Bank) mit 2 Millionen Scudi durch Actien zu230 und 500 Scudi gegründet und wie die Bank von Frank-reich eingerichtet. Diese Bank steht unter Aufsicht der Re-gierung, die auch die Zettel dieser Bank, zu 23, 50 oder100 Scudi, in den öffentlichen Kassen zur Zahlung an-nimmt. Sie macht Disconto - und Depositengeschäfte.
Niederlande.
Amsterdam. Hier wurde im I. 1609 eine Giro-Bank, unter Garantie der Stadt errichtet. Ihr Zweckwar, die Ungewißheit und die Mißverhältnisse im Handelzu beseitigen, welche aus dem damaligen hier stattfindendenZusammenfluß des Geldes verschiedener Länder und Städtenothwendig hervorgehen mußten. Die Einrichtung der Bankwar der Bank von Venedig nachgebildet. Die Kaufleute,welche Geld oder Gold - und Silberbarren in der Bank nie-derlegten, erhielten auf diese Depositen auf Verlangen einConto in den Bankbüchern, und in diesem Fall waren dieDepositen das Bankgeld, auf das ab- und zugeschriebenwurde. Für den Betrag des Guthabens an Depositen be-rechnete die Bank 5 Proc.; dies war das Bankagio. Fürdiejenigen Depositen, welche wieder eingelöst wurden, stelltedie Bank ein Certisicat aus und berechnete bei der Einlösung>/s Proc. Lagergebühr. Für die Einrichtung eines Conto'smußten 10 Fl. bezahlt und überhaupt ferner ein halbjäh-riger Abschluß bei einer Strafe von 25 Fl. eingereicht wer-den. Uebrigens herrschte über die Geschäfte der Bank dastiefste Geheimniß. Aber im Jahr 1794 kam es an den Tag,daß sie ihre Befugniß überschritten und der Regierung, sowie der ostindischen Compagnie große Vorschüsse gemachthatte, ?o daß durch ein Deficit von 10 Will. Fl. ihr alterguter Kredit erschüttert wurde. Sie beschränkte ihre Baar-zahlungen und setzte die Bankvaluta um 10 Proc. herab,aber nichts desto weniger stellte sie 1793 die Zahlungen einund liquidirte.
Im Jahr 1814 wurde eine Aettelbank errichtet, die einPrivilegium auf 25 Jahre erhielt; allein das früher bestan-dene veränderliche, zuletzt fast auf 2 Proc. gegen Courant-geld gesetzte Bankagio (dessen Pari sonst 3, eigentlich4?/, Proc. besser als Courantgeld war) hörte erst mitAnfang 1820 gänzlich auf, so daß erst von da an alleWechsel - und Geldkurse in holländisch Curant, jetzt nieder-ländisch Curant genannt, notirt wurden. Diese neu errich-tete Jettelbank führt den Namen
Bank der Niederlande
und ist so ziemlich nach dem Plane der Bank von Londoneingerichtet. Sie wurde mit einem Kapital von 3 Millio-nen Gulden, und zwar in 5000 Actien, jede zu 1000 Gul-den, begründet, das aber, bei dem nachherigen größern Gc-schäftsumfang, durch wiederholte Erhöhungen vergrößertworden ist (s. Amsterdam, S. 75). Ihre Noten sind au purieur(auf den Inhaber) zu 25, 40, 60, 80, 100, 200, 300, 500,
1000 Gulden gestellt. Die Leitung ist einem Präsidenten,einem Sekretär und 5 Direktoren anvertraut. Einer derim Amte Aeltesten von diesen Direktoren geht halbjährlichab, kann aber wieder gewählt werden. Um zum Direktorgewählt werden zu können, muß man 10 Actien besitzen. —Das Geschäft dieser Aettelbank besteht vornehmlich darin,Wechsel zu discontiren, Gelder gegen Unterpfand vonStaatspapieren zu leihen; für eigene Rechnung Handel mitGold - und Silber in Barren, so wie mit fremden Münz-sorten zu treiben, und für Rechnung des Staates Geld aus-zumünzen. Aller andere Handelsverkehr ist ihr jedoch nichtgestattet. Durch die Charte ist ihr jede Veröffentlichungüber den Stand des Geschäfts verboten; nur einmal giebtsie einen Bericht dem Ausschuß der Actionäre.
Der Curs der Actien wird im Fondszettel nichtnotirt, weil die Actien in festen Händen sind. Er schwanktzwischen 175 bis 180 Proc. Außer einer Dividende, dienach den Geschästsverhältnissen gestellt werden, tragen dieActien jährlich 4 Proc. Zinsen.
In den niederländischen Kolonien bestehenebenfalls Banken. So:
Die Bank von Java in Batavia. Von dersel-ben hängen die Banken in Samarang und Sarabayaab. Sie wurde mit einem Kapital von 2 Millionen Gul-den niederländ. Curant gegründet und giebt ein zweifachesPapiergeld aus. Eins lautet auf Silber-Valuta nie-derländischer Währung zu 1, 5, 10 , 25 , 50, 100 , 300,600 und 1000 Gulden Nennwerth, und soll gesetzlich derMünze völlig gleich gelten. Seit September 1832 darf dieBank auch das andere Papiergeld, auf Kupfergeld lautend,im Betrag von 3 Millionen Gulden ausgeben. Die ersterenBanknoten heißen Promeffen und sind nebst den Kupfer-banknoten das einzige Papiergeld in dieser niederländischenKolonie. Die beträchtliche Geldausfuhr im Jahr 1839nöthigte die Bank ihre Baarzahlungen einzustellen; indessenbesteht das Geschäft fort und die Cirkulation der Banknotenist dadurch nicht gestört worden.
Im niederländischen Guyana besteht die Bank vonSurinam. Früher besaß dieselbe bedeutende Baarschaft,aber seit mehr als zehn Jahren macht sie ihre Zahlungennur in Banknoten, die jedoch in Surinam selbst Verlusterleiden und in Holland gar nicht gelten.
Norwegens
Bank- und Geldwesen litt während der Verbindung mitDänemark auch in dem unheilvollen Geschick und Wechsel desdänischen Bankwesens. Die Ausbeute seines reichen Silber-bergwerks zu Kongsberg floß nach Dänemark, ohne daßNorwegen den geringsten Vortheil davon genoß. So wur-den die finanziellen Quellen des Landes völlig erschöpft undsein Kredit vernichtet. Dies war der Zustand Norwegens,als der Kieler Friede 1815 dasselbe von Dänemark trennte.Im März gründete der Statthalter eine Reichsbank, zurAusgabe von 8 Millionen Reichsbankthalern bevollmäch-tigt, jedoch ohne Baarschaft zu haben. Dieses Unter-nehmen kam indessen nicht zur Ausführung, als die Neichs-versammlung zu Eidsvold die Selbstständigkeit und Unab-hängigkeit Norwegens erklärte. Vor Allem mußte die Auf-merksamkeit auf das Geldwesen gerichtet werden. In einem