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Erster Band. A - G.
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Batavia

Bassora-Gummi

der Bakia-Attari 118 Miskals halten, differirt aber zwischen110 und 118 Miskals.

Gold und Silber wird nach dem Cheki von 100Miskals oder 180 Drachmen gewogen. Der Miskal hat inPersien und der Türkei 1>/z Drachmen — 07 holl. As.

Bassora-Gummi, Oumini luriüononse, dieses erstseit stwa 40 Jahren in Europa bekannte Gummi kommtaus Arabien und von den Umgebungen der Stadt Bassora,woher auch der Name. Man kennt jedoch die Pflanze nicht,welche es liefert. Nach Virey's Vermuthung ist dieselbeein öleseindrzonUiemuin.

Das Bassora-Gummi erscheint im Handel in unregel-mäßigen Stücken, gewöhnlich von geringer Größe, zuweilenaber auch zollgroß. Es ist weiß oder gelb; nicht so durch-sichtig als das Senegal-Gummi, aber durchsichtiger alsTraganth und geschmacklos. Bei'm Kauen giebt es eineneigenthümlichen knirschenden Ton. Im Speichel löst es sichnicht auf, wie das Senegal-Gummi, und bildet keinen dickenSchleim, wie der Traganth. Eigentlich ist das Bassora-Gummi geruchlos, doch zuweilen riecht es nach Essigsäureoder nach rauchender Schwefelsäure. Man findet es öftersunter dem arabischen Gummi.

Bassoti, ist der italienische Name einer Sorte Nudeln(Makkaroni).

Bast, Baumbast, heißt der faserige Bestandtheilholziger Gewächse, unter der Rinde und über dem Splint.Bon mehreren Bäumen, namentlich von der Weide undLinde, wird der Bast zu verschiedenen Dingen verwendet.Der Lindenbast, welcher an der gemeinen oder europäi-schen Linde in sehr großer Menge, in geringerer auch an derWinterlinde, vorkommt, wird zu nützlichen Fabrikaten, vor-züglich in Rußland, ferner in Frankreich und Italien, sowie in anderen Ländern benutzt. Die Rinde der gefälltenStämme wird der ganzen Länge nach durch eingetriebeneKeile von dem Stamm getrennt, und diese Rinde dann eineZeitlang im Wasser geröstet. Darauf läßt sich der Bast leichtabziehen und in die zur weiter« Verwendung nöthigen Bän-der verwandeln. — Der Lindenbast wird in Streifen ent-weder durch Flechten oder häufiger durch Weben auf einemsehr einfachen Stuhle zu Bastmatten verarbeitet, die be-sonders in Rußland einen nicht unwichtigen Handelsartikelausmachen, und am häufigsten zum Verpacken von Waaren ge-braucht werden. Dies Bast wird auch in der Gärtnerei zumBinden verwendet. Außerdem macht man daraus Stricke,die derFäulniß länger als die gewöhnlichen Hanfseile wider-stehen, und in Rußland Schuhe und sogar Hüte. — Auf derInsel Java werden aus Bast auch Teppiche geflochten, ge-wöhnlich Matten genannt. Davon kommt eine ansehnlicheMenge nach den Niederlanden. — In Ostindien webt manaus Seide und Bast einheimischer Bäume und Ziegen- oderKameelhaaren die sogenannte» Basttücher oder Foulards,stets sieben Stück zusammen. — Auch zum Zusammenbin-den der Cigarren (b 23 Stück) im Sortiment wird ein eben-so feinfaseriges, roh weiß aussehendes, gelb oder gelblich ge-färbtes Bast gebraucht, das in breiten oft mehrere Ellen lan-gen Streifen als Havanna-Seiden-Bast, in Paketenzu 100 oder 180 Pfd., in den Handel kommt.

die °/, bis '/, Ellen breite, feine,glatte, gebleichte, aber bläulich gestärkte und steif appretirte

Schleier-Leinwand, die für den italienischen Handel imböhmischen und schlesischen Riesengebirge gewebt wird. DieStücke sind 20 Ellen lang, ins Gevierte zusammengelegt undje drei Stück zusammengepackt.

Bastard - Bernste in wird der fehlerhafte Bernsteingenannt, der undurchsichtig und löcherig, nicht zu feinenStücken, sondern nur zu den sogenannten Bastard-Ko-ralle n verarbeitet wird.

vasterä-2 ucleer, heißt in Holland dergeringste rafsinirte Zucker, der als weißer, gelber oder brau-ner Farin in den Handel kommt; in Hamburg in Fässernoder Kisten von 43 Pfd., Netto Tara.

Baster -Sammet, auch Bastard-Sammet ge-nannt, heißt eine Mittelsorte Sammet. Derselbe wird ausstärkerer Seide als der Plüsch gewebt, hat eine schwächereKette als der Köper-Sammet. Die Sorten werden nachder Stärke der Poilfäden, 1>/i drähtiger (aus 2 Fäden),2 drähtiger (aus 4 Fäden) und 3 drähtiger (aus 6 Fäden)unterschieden. Er wird besonders in der Lombardei undTyrol gemacht.

Basters, heißen die aus Norwegen ausgeführtenFichtenholzbalken, 3 bis 4 Zoll dick, und 12 bis 13 Fußlang.

Bast-Hanf, s. Hanf.

Bast-Hüte, sind die, aus besonders zubereiteten,feinen Holzspähnen, entweder roh oder gefärbt, geflochtenenHüte. In gutem Ruf stehen die peruvianischen Hüte, ausSüd-Amerika; sie sind aber theuer.

befestigte Seestadt und Hauptort des gleich-namigen Arrond., auf der Ostküste der französischen InselCorsica, 42° 41' 36" n. Br. und 7° 6' 39" ö. L. Sie liegtamphitheatralisch in einer fruchtbaren Gegend, umgebe» mitOliven-, Orangen- und Citronen-Gärten, und gewährt eineschöne Ansicht, der aber das Innere keineswegs entspricht.Der Hafen wird durch einen Hio Metrcs langen Molo ge-schützt, kann aber nur von kleinen Fahrzeugen benutzt wer-den. Die Stadt hat eine Unter-Präfectur, einen königl.Gerichtshof, ei» Civil- und ein Handcls-Tribunal, ein Zoll-amt (Douane), eine ansehnliche Bibliothek, ein naturhistor.Museum, eine Akademie und ein königl. College, mit 14368Einw. Es giebt hier Consuln von Oesterreich, Toscana,Modena und Parma, Dänemark, Neapel, Sardinien, Eng-land. Beträchtlich ist die Korallenfischerei, die Gerberei,Wachslichtfabrikation, der Handel mit Leder, Wein,Oel rc.

Bast-Zeuge, sind die in Ostindien aus Pflanzen-oder Baumbast gewebten seidenähnlichen Zeuge. Sie wer-den gewöhnlich roh, d. h. ungefärbt nach England gebracht,hier bedruckt und dann in den Handel gebracht.

Bataloni sind blaugefärbte, aus Baumwolle undHanf gewebte Zeuge, die in Natolien verfertigt werden undüber Snn>rna in Ballen mit 60 Stück in den Handel kom-men. Sie gehen theils nach dem Archipel, theils nach Mar-seille, von wo aus sie die Franzosen weiter nach Westindienverkaufen.

Batavia, eine Stadt auf der Nordwcstküste der InselJava, die Hauptstadt der holländischen Besitzungen in Ost-indien, und der bedeutendste Handelshafen der östlichen

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