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Erster Band. A - G.
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Baumwolle

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Baumwolle

200,000 Arrobas, a 23 Pfd.; aber seit 1824 kaum noch38,000 Arrobas, weil die fremde Einfuhr von Manufaktur-waaren den inländischen Betrieb beeinträchtigte. An Gütesteht das Gewächs den besten der Bereinigten-Staaten nichtnach, wenn nur für die Reinigung das Nöthige gethanwürde und eine leichtere Verbindung mit der Küste die Aus-fuhr beförderte.

Auf der Küste des Staates Puebla, am großenOzean, wächst ebenfalls Baumwolle, die vor der Revolutiondie sehr beträchtliche Manufaktur, die jetzt noch landesüb-liche Zeuge und bunte Shwals schafft, verarbeitete.

Im StaatSonora bauen und verarbeiten dieOpata-Zndier Baumwolle. Man legt die Kerne im März oderApril und erntet die reife Baumwolle im Oktober oder No-vember. Der Strauch dauert hier zwar mehrere Jahre,wenn er nach der Ernte abgeschnitten und gegen den Frostdurch eine Decke geschützt wird, aber die jährlich gepflanztentragen reichlicher und bessere Wolle. Die Weberei der Jn-dier schafft Tischzeug, Handtücher, Kattune und Bänder,mit eingewebten Bildern.

Auch im Staat Taba sco wird Baumwolle gebaut.

Im Staat Veracru; ist die jährliche Ernte anBaumwolle nicht unbedeutend. So gewinnt das Departe-ment Veracruz an 4373 Ctr.; das Departement Acayucam. 1900 Ctr., ein sehr feines und weißes Gewächs in den Jn-^ dier-DLrfern Soconusco, Tejistepec, Jaltipan, Moloacan w.,

^ die schon seit 300 Jahren über Veracruz zur Ausfuhrj kommt, durchschnittlich IB /2 Pesos pr. Ctr. Im Depart.

^ Orizaba ist im Distrikt Cosamaloapan noch immer das^ Haupterzeugniß, lang, fein und weiß; sie ließe sich aber! durch eine sorgfältigere Behandlung noch sehr verbessern,j Im Staat Pucatan wird bei Valladolid Baumwollezur Ausfuhr gebaut, die jedoch sehr fest am Kern sitzt.

Im Staat Tejas, der sich in der jüngsten Zeit denBereinigten-Staaten angeschlossen hat, haben sich seit 1830die Baumwollpflanzungen und die Ausfuhr der Baumwollesehr vermehrt.

Außer der Baumwollstaude wachsen in Mejico einigeArten des Baumwollbaums Lombox. Eine derselben, dieluden wärmeren mejicanischen Gegenden häufig ist, giebteine schöne, dunkelgelbe Wolle, die von den Jndiern gespon-nen und zu Zeugen verarbeitet wird. Die weiße Wolleeiner anderen Art, vomkox Leib» genannt, wird zum Aus-stopfen der Polster gebraucht.

II. West-Jndische Sorten,i Diese kommen von den westindischen Inseln, d. h. vonden großen sowohl als den kleinen Antillen oder Karibcn,^ und den lukayischen oder Bahama-Jnseln. Im Allgemeinenzeichnet sie sich durch ihre lange Faser aus, ist aber sehr un-rein. In England scheidet man die westindische BaumwolleinbritischePflanzung (Ilrkisl, lllonloüon), u. fremdew estin disch e B a u mw 0 ll e (lloroign tVext-lnäio Lotton).Die letztere muß bei der Einfuhr in die englischen Häfen ei-nen höheren Zoll als die erstere geben. Die Pflanzer in denenglischen Kolonien unterscheiden zwei Arten Baumwolle:0reen-8evg Lotton und 8>>rod Lotto», von denen es wiederbesondere Arten giebt. Von der Art Lreon-Kooä Lotton unter-scheidet man zweierlei. Die erste derselben ist daran kenntlich,

daß die kleinen Saamenkörner sich durch keine Maschine vonder Wolle trennen lassen, sondern mit der Hand abgelöstwerden müssen. Obgleich sie sein und weiß ist, so wird siedoch nur zu Lampendochten und zum Kochen des Zuckersverwendet. Die andere Art hat zwar größere Saamenkör-ner, die sich leicht von der Wolle trennen, sie ist aber gröber.Die 8>>n,b Lotton umfaßt fünf Arten, nämlich: die starkeund grobe Lommon Ismoica, mit leicht zerbrechlichem Saa-men, und deshalb schwer zu reinigen; die etwas feinere undim Ertrag des Gewächses nicht so ergiebige Sro«n keoräell,deren Saamen sich schwerer löst; die dieser an Güte ähnlicheund nankinggelbe blankeen; die sehr feine, meist von St.-Domingo kommende kroncli- oder 8moII-8oeä; die großkap-selige lione^- oder Lkain Lotton. Uebrigens unterscheidet mangewöhnlich im Handel die Sorten nach den Inseln, von de-nen sie kommt.

1) St. -Domingo oder Haiti. Auf dieser Groß-Antillen-Jnsel giebt es eine gelbe und eine weiße Art. Beidewerden häufig in den runden Leinwand-Ballen von sehr un-gleichem Gewicht vermischt. Viele ziehen die gelbe vor,weil das Garn geeigneter zum Färben sei. Die Faser istfein und lang, nur von ungleicher Güte. Sie läßt sich vonNr. 90 bis 100 spinnen; aber der Abfall beträgt pr. 100 Pfd.20 Procent.

2) Guadeloupe, eine reine, etwas in das Röthlichespielende, ziemlich kräftige Baumwolle, die sich von Nr. 90bis 100 spinnen läßt, und in großen und kleinen rundenLeinwandballen in den Handel kommt.

3) Martinique, eine gelbe, ziemlich reine, aber et-was harte Baumwolle, die in runden Ballen oder Packenin grober Leinwand in den Handel kommt; bis Nr. 100spinnbar.

4) Cuba oder Havannah, gelblichweiß, kräftig,etwas hart, läßt sich leicht reinigen und ist häufig geschlagenin kleinen dichten Flauschen. Diese bessere Sorte kommt inrunden mit Stricken oder Riemen geschnürten Ballen in denHandel. Die geringere Sorte heißt Irinitc oder l'rimäoä ä«Luko, nach der Stadt auf Cuba benannt, ist glänzend, gelb-lichweiß, offen, sehr rein, von sehr ungleicher und finnigerFaser. Diese wird in viereckigen Leinwandballen in denHandel gebracht. Sie läßt sich bis bio. 40 verspinnen.Uebrigens betrachtet man auch die erstere als 8ecnnäa- unddie andere als Primo-Qualität, aber mit Unrecht schon des-wegen, weil die hier als bessere bezeichnete eine längere Faserhat, als die Trinidad, die darin noch der Guadeloupeund Martinique nachsteht. Der im Jahr 1824 gemachteVersuch, Sca-Jsland auf der Insel Cuba anzubauen, miß-glückte ; denn die Baumwolle war sinnig.

3) Porto-Rico, lebhaft silberweiß, langhaarig,fein, weich, gleichmäßig und kräftig, kommt aber häufig un-rein durch Schalen und Saamenkörner, in kleinen vierecki-gen Leinwand-Ballen von 80 bis 170 Pfd., die unter derLeinwand mit Baststricken geschnürt sind, in den Handel.Sie ist die beste der westindischen Baumwolle und eine derbesten überhaupt; denn sie läßt sich bis Nr. 2o0 spinnen.

0) St.-Martin, blaßgelb, glänzend, lang und fein,aber unrein und fockig, ist bis Nr. 90 spinnbar, kommt inlangen und runden Leinwandballen mit 4 Zipfeln, 60 bis800 Pfd. schwer, jedoch nur wenig in den Handel.

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