Belgien
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Belgien
zösischen Rainen eingeführt, wenn auch noch nicht durchausgebräuchlich. Die verschiedenen Benennungen und zu-gleich die Eintheilung der Maaße u. Gewichte zeigtfolgende Uebersicht:
Belgische,
Französische,
Holländische
Benennung.
kimgenmaaße.
1 Parolis
Decametre
Doeäe.
hat 10 Leines
Ketres
killen.
zu 10 palmes
Dsciinetres
Palmen.
- 10 pouces
Dentimetres
Daimen.
- 10 lagnes
Killimetres
Streepea.
Meileniiiaaße.
1 Kille d 1000
Leines oder Kilometres — 1 Kzl.
/eld maaße
1 Donnier
Ilectare
Runder.
hat 100 perclies oarröes Lres Vierkante koeäen.
- 100 Lunes
Ketres carrees - Kilon.
Vi'ennhalziiiaaße.
1 Doräe oder
Störe —
1 IVisse.
Selrcidcinaaße.
1 I.aste
! Dasieres^ ^gao
lleotolitres
Knällen. /Lalt. j
zu 10 Doisseaux
Decalitres
Scliepels.
- 10 lätrons
latres
Kopper
- 10 Kesurettes
Deeilitrer
Kaatjes. '
cklüsßglkilsmaaß
1 Ilaril
llectolitre
Vat.
hat 100 latrvns
Patres
Kannen.
zu 10 Verres
Decilitres
Kaatjes.
- 10 Des
Dcntilitres
Vingorlioell.
Semichle,
1 lavre
Kilogramme
ponll.
hat 10 Dnces
Ilectogrammes
Dosen.
zu 10 Dros
Decagrammes
I.oo<!eii.
- 10 kisterlins
Drainmes
IVigljes.
- 10 Drains
Decigrammes
Korrels.
Medumalgeimchl.
lavre meäicale
373 Drammes
Kellieinal-Pvnll.
llnce nnillioale
31,28
Kellicinal-Ons,
I> radiale
3,906
Draclima.
8crupule
1,302
Scrupel.
Drain msäical
0,063
Drein.
llmechen u. Dlaatspapiere des Königreichs Belgien.Kurz nach dem Abfall Belgiens von den Niederlandenschrieb im Oktober 1830 die provisorische Regierung einefreiwillige, sogenannte patriotische Anleihe aus.Dieselbe belief sich auf 8 Mill. Gulden niederländ. Curant,welche in Obligationen zu 1000 Gulden, mit Zinszahlungvon jährlich 6 Procent, emittirt wurden. Im April 1831folgte eine zweite Anleihe von 12 Will. Gulden, derenObligationen zu 800, 100, 80, 23 und 10 Gulden jährlich5 Proc. Zinsen tragen sollten; bis 1833 sollte die ganze An-leihe getilgt sein. — Die beiden vorigen Anleihen wurdendurch eine im November 1831 mit dem Hause Rothschild inLondon negocirte dritte getilgt, welche sich auf 80,400,000I.
Francs oder 2 Mill. Pfd. Sterling belief, in 30,000 Obli-gationen vertheilt, die auf den Inhaber (an porteur) lautenund 8 Proc. Zinsen tragen, die jeden I.Mai und 1. Novem-ber in Brüffel, Antwerpen und Paris in Francs, oder inLondon in Pfund Sterling ä 28 Francs 20 Centimes erho-ben werden können. Der jährliche Tilgungsfonds von 1.Proc. des Kapitals wird zu Rückkäufen unter Pari benutzt.Die Obligationen können gegen Renten-Jnscriptionen auf'sgroße Buch der öffentlichen Schuld vertauscht werden. —Die Anleihe von 1836 geschah durch Subscription zu 92Procent, und beträgt 30 Mill. Francs in 30,000 Obliga-tionen a 1000 Francs oder in halben a 300 Frcs., mit 4Proc. Zinsen, die halbjährlich am 1. Januar und 1. Juli zuBrüffel, Antwerpen, London und Paris, so wie bei denAgenten der General-Staatskasse ausgezahlt werden. DerTilgungs-Fonds beträgt mindestens 1 Proc. — Im Jahr1838 wurde mit den Gebrüdern Rothschild eine Anleihe auf80 Mill. Francs zu 73>/2 Proc. und mit 3 Proc. Zinsen ab-geschlossen. Die Zinsen werden halbjährig am 1. Februarund 1. August in Brüssel, Paris in Francs, in London inPfd. Sterling zum festen Curs von 28^ Frcs. für 1 Pfd. St.,in Frankfurt a.M. nach dem Tagekurs gezahlt. Die Amor-tisations-Dotation beträgt 1 Proc. bezahlt.— Im I. 1840ward eine neue Anleihe im Belauf zu 82 Mill. Francs be-willigt, die in verschiedenen Raten abgeschlossen wurde. Dieerste, mit der Socie'te generalo zu 96 Proc. mit 3 Proc. ab-geschlossen, betrug 20,160,000 Francs. Für das Publikumwaren 10 Mill. Francs offen gelassen. Die Zeichnung ge-schah in Brüssel und Antwerpen. Eine Hälfte der Obliga-tionen lautet auf 100 Pfd. Sterl. — 2820 Frcs., die an-dere auf 40 Pfd. Sterl. — 1008 Frcs. Sie wurden erstnach 6 Jahren einlösbar. Die Zinsen werden gegen die Cou-pons halbjährlich, am 1. Mai und 1. November, bezahlt.Für die Tilgung ist 1 Proc. bestimmt. — Die zweite An-leihe im Jahr 1842 wurde mit den Gebrüdern Rothschildauf 37 Mill. Frcs. zu 97>/2 Proc. mit 8 Proc. Zinsen ab-geschlossen. Dabei betheiligte sich die Soclete generalemit einem Drittheil. Ebenso bei dem dritten und letztenTheil der im I. 18i2 bewilligten Anleihe, die auf 30 Mill.Francs mit 8 Proc. Zinsen mit den Gebrüdern Rothschildabgeschlossen wurde.
Schahkaminerscheine, Dons rovaux. Im I. 1833 wurdedie Regierung ermächtigt, verzinsliche Schatzkammerscheineauszugeben. Die Zinsen waren anfänglich 6 Proc., wurdenaber später auf 4>/2, und endlich auf 4 Proc. herabgesetzt,aber 1839 wieder erhöht, natürlich bei den 3 Monate lau-sende» auf 4 Proc., bei den 1 Jahr laufenden auf 8 Proc.,bei den 6 Monate laufenden auf l'/zProc. — Später wur-den für den Bau der Eisenbahnen 12 Mill. Francs Schatz-kammerscheine ausgegeben, zu deren Einlösung zum Theildie Anleihen von 1840 bestimmt waren. Die Regierungwurde 1840 am 30. Decbr. wieder ermächtigt, vom 1. Jan.1841 zu 24,400,000 Frcö. Schatzkammerschcine auszugeben.Ueberhaupt haben die Eisenbahnbauten bis zum Ende desJahres 1844: 144,746,776 Frcs. in Anspruch genommen,die auf Staatskosten geschafft werden mußten. Danebenwurden auch große Summen auf industrielle Unternehmun-gen verwendet.
Ueber die Bankactie», s. Banken.
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