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Bombay
durch Brennen roth oder rothbraun wird. Der gelbe Bolus! giebt die unter dem Namen Englisch- oder Berliner-Noth bekannte Farbe, von der aber die aus Krapp bereitetegleichnamige Farbe verschieden ist.
Je freier der Bolus von Sand und je feiner er ist undje fetter er sich anfühlt, desto besser ist er. Mit Säurenbraust er nicht. Jetzt wird er gewöhnlich in rohen Stückenin den Handel gebracht.
s. Botzen.
Bomaschki, nennt man in Rußland die Bankassig-nationen von 1 bis zu 16 Rubel.
Bombast», Bomesine, Bombajeen, war ur-sprünglich ein geköpertes Seidenzeug, was in Mailand undandern oberitalienischen Städten fabricirl und zu Unter-lutter gebraucht wurde. Jetzt wird in vielen deutschen,1ran»ösischen, englischen und holländischen FabrikstädtcnBombasin gemacht aus Baumwolle, Kameelhaaren und be-sonders aus Wolle. Vergl. auch Basin.
Bombay, befestigte Hauptstadt der kleinsten Präsi-dentschaft der brikisch-ostindischen Compagnie, Seehafen u.nach Calcutta und Canton der größte Handelsplatz desOrients, liegt 18» 34' n. Br. und 70» 33' ö. L., auf derSüdostspitze der kleinen gleichnamigen Insel, die durch einenMeeresarm von dem Festlande getrennt ist, und mit den be-nachbarten Inseln Colabah, Salsette und Butcher's Islandeinen der schönsten Häfen von Indien bildet. Die Englän-der erhielten diese Insel von den Portugiesen 1661 als Mor-gengabe der Königin Katharina, Gemahlin Karls II-, undwurde im Jahr 1661 von denselben in Besitz genommen.Im Jahr 1668 wurde sie von der Krone durch Freibriefe alsfreies und eigenes Lehen gegen Entrichtung von 10 1,. jähr-licher Rente an die ostindische Compagnie übertragen. Al-lein zufolge des letzten Freibriefes kam sie nebst dem Restdes Nachlasses der Compagnie wieder an die Krone zurück,so daß der Compagnie nur die Verwaltung derselben ver-blieben ist. Im Jahr 1681 wurde Bombay zum Sitz derRegierung der ostindischen Compagnie erklärt, und dieselbe1686 dorthin verlegt. Im I. 1818 erhielt die Präsident-schaft einen beträchtlichen Zuwachs durch das Ende derHerrschaft des Peschwa. Als die Stadt im I. 1661 an dieKrone von Englandabgetreten wurde, betrug ihre Bevöl-kerung nicht mehr als 13,000 Seelen, und bestand ausdem Auswurf der Eingcbornen Indiens; gegenwärtig ent-hält sie 18,800 Häuser, deren Werth auf 3,606,424 PfundSterling berechnet wird, und zählt über 320,000 Ew.
Die Präsidentschaft Bombay, etwa 70,000 engl. QM.groß, mit 10 bis 11,000,000 Einw., umfaßt das nördlicheund südliche Concan, das südliche Küstengebiet der Präsi-dentschaft, bis 33 engl. Meilen breit, in einer Länge von220 engl. Meilen und 12,270 QMeil., gebirgig durch dassteile Fclsengebirge, das sich bis auf 4000 Fuß erhebt, gegendas Meer allmälig abfällt, und an einigen Stellen frucht-bare, durch kleine Gebirgsflüffe bewässerte Reisländereienhat,,an der Küste schmale Buchten, seichte Häfen oder BaienMit Felsen, Schluchten und Klüften. — Die Distrikte vonSurate (1330 engl. QM.), Baroach (1600 QM.), Ahmc-dabad (4600 QM.) und Kairah (1830 QM.), sämmtlichin der Provinz Gudjerate, bilden ein großes Gebiet, theils<m der Küste, theils im Lande, hügelig, mit Jungle bedeckt.
zum Theil fruchtbar, angebaut oder wüst, und von einigenansehnlichen Flüssen durchströmt. — Die an Mineralien,besonders Kohlen und Eisen reiche Provinz Cutsch liegtSW. am Meerbusen von Bengalen, wird durch den gleich-namigen Golf, mit dem das Runn von Cutsch in Verbin-dung steht, von der Küste der Provinz Gudjerate geschieden,und grenzt NW. an Sinke, davon durch die Mündung desFolaili oder Phurrann, einem östlichen Mündungsarm desIndus getrennt. Dieselbe gewährt der Präsidentschaft einepolitische Macht und Bedeutsamkeit.
Unter der Verwaltung der Präsidentschaft stellt dernordwestliche Theil des alten Distrikts von Indien „Dckkan,"der nur an wenigen Stellen fruchtbar, überhaupt aber ge-birgig, felsig und kahl ist. — Andere Distrikte sind die Col-lectorale von Puhnah und Ahmednuggur, die ein Gebietvon 20,870 engl. QM. bilden, das sich 2000 Fuß über dieMeeresfläche erhebt, von vielen Strömen und Flüssen inden anmuthigsten Thälern, zwischen 1000 Fuß hohen Ber-gen, durchströmt. - Der größtentheils immer noch mitJungle bedeckte und 12,430 engl. QMeilen große DistriktKhandeish ist eine große, fruchtbare, gegen S. von nacktenHügeln durchschnittene Ebene, bewässert von zahlreichenFlüssen und Bächen, die sich in den Tupty ergießen. —Die übrigen Distrikte sind die Collectorate von Dharwar(9980 engl. QM.), Sattarah und die südlichen JaghirS.Sie liegen im SW. von Dekkan, und umfassen zusammen9930 engl. QM. Die westlichen Distrikte, in der Nähe derGhats, sind sehr rauh; die östlichen, weniger gebirgigen,bieten eine größere Fläche dar. Die Ghats bilden forllau-fende bewaldete Ketten, und die Hauplflüsse sind der Krischna,Tumbuddra, Bima und Gutpurba.
Das starke Fort steht auf der Südostspitze der Inselauf einem schmalen Landrücken, unmittelbar über dem Ha-fen ; die Befestigungen sind ausgedehnt und gegen das Meersehr stark. Der Hafen von Bombay ist einer der sichersterund bequemsten in Indien, der 1000 Schiffe fassen kann;im Westen und Norden wird er von der Insel Colabah oderAltweiberinscl (VIü IVunum's Islanck), Bombayinsel undSalsette begrenzt, wovon die beiden erster» nur durch einenschmalen, bei niedrigem Wasserstande leicht durchwatbarenMeeresarm getrennt sind; die Insel Bombay wurde durcheinen im Jahr 1803 erbauten Damm mit Salsette verbun-den. Auf der Ostscite des Hafens zwischen ihm und demfesten Lande liegt die Metzgerinsel (vutdicr's Islam!), etwa4 Meilen von Bombay entfernt, und gleich dahinter die be-rühmte Insel Elephant«. Drei Meilen südl. von vuicller'sl8lon>I liegt die Insel Caranjah, auf deren Westseite, zunächstan dem Haftn, sich eine ausgedehnte Sandbank befindet.SW. von Caranjah in einer Entfernung von etwa 3 Weil.liegt Tüll Point; zwischen diesem und Colabah oder derAltweiberinsel ist die Einfahrt in den Hafen. Auf der Süd-spitze der Colabahinsel steht ein Leuchtthurm, der sich etwa130 Fuß über die Meeresfläche erhebt und bei Hellem Wetterin einer Entfernung von 7 Lcguas sichtbar ist. Die Stelle,worauf der Leuchtthurm erbaut ist, ist auf allen Seiten voneinem ausgedehnten Felsenriffe umgeben, das sich in einzelneJacken spaltet, wovon die nach SW. etwa 3 Meilen vondem Lcuchtthurme auslaufende die gefährlichste ist und dieNordgrenze der Einfahrt in den Hafen bildet. Das Felscn-
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