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Erster Band. A - G.
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Bordeaur-Weine

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Börse

für 3 FrS. Inländische kaufmännische Papiere, die wenigerals 30 Tage laufen, haben Pari-Werth; die über jene Zeitlaufen, 60, 9» oder 100 Tage 6aw, mit ^ lns 1 / 2 ,1 bis 1'/- Proc. Verlust. Ueberhaupt wechselt Bordeauxauf Amsterdam, Frankfurt a. M., Hamburg, London,Bilbao, Cadir, Madrid, S.-Sebastian, Paris, Marseille,Bayonne!c. Die Wechsel-Commission beträgt gewöhnlich>/r Proc.; die Wechsel-Courtage >/» Proc. auf Wechsel vonParis rc., auf Wechsel von Bordeaux >/, Proc.

Maaße und Gewichte sind zwar gesetzlich die metrischen,jedoch ist noch das alte Wein- und Branntweinmaaßgebräuchlich. Das Weinmaaß Tonneau oder Faß —4Barriques oder Orhoft, --- 6 Tieroons, — 120 Veltes;1 Barrique — 30 Veltes, 1 — 7,6 Liter, und etwas größerals die pariser Veite, also 1 Barrique — 228 Liter, 1 Lon-neau — 912 Liter; 100 Veltes — 102,1 pariser Veltes, —103,1 Hamburg. Viertel, — 236,2 brcmer Stäbchen, 664,6preuß. Quart. Bei einem Oxhoft ist 1 Veite Uebermaaßgestattet, aber nicht weniger.

Branntwein- und Spiritus-Maaß ist die Velte. Brannt-wein wird zu 80 Veltes in einem Stückfaß (kiöce) mehroder weniger, Spiritus zu 1 Velte verkauft. Im Groß-handel versteht man die Stärke des Spiritus, Sprit rc. zuVs (6u trois six) nach einem ältern Aräometer, — 33 GradGrlior, — 84-/z Grad 607 - I.usssc. Die holländischeProbe ist 19 Grad Larlior — 49s', g Grad 6»v-kuss»c;die londoner Probe 23 Gr. c»rtier; die amerikan.Probe 24 Gr. Oarlior.

Commissionsgebühren betragen bei Geschäftenzwischen Franzosen 2 Proc.; zwischen Franzosen und Frem-den 21/2 Proc.; bei Bankgeschäften >/e Proc.

Bordeaux-Weine, s. Wein.

«oriHxl»«!»», Stadt im Königreich Sardinien,General-Jntendanza Nizza, am mittelländ. Meer, mit einerguten Rhede, 2300 Einw., Handel mit Olivenöl, Orangen,Citronen, Palmenzweigen.

bischöfliche Scadt inParma, am Sturone, mit 8000 Einw., Seidenspinnerei,Handel mit Wein, Getreide, Früchten.

Borjookes heißen in Habesch, Rubicn und den afri-kanischen Negerstaaten die Glaskorallen. die als Scheide-münze dienen.

Borken, Kreisstadt in Preußen, RegierungsbezirkMünster, an der Aa, mit 3000 Einw., einer Cichorien- undeiner Lilbrfabrik, nebst Weberei vorzügl. Leinwand.

Bornes, nächst Reu-Holland die größte ostindischeInsel, von der nicht einmal die Küsten bekannt sind. Siestößt gegen O. an die Meerenge oder Straße von Makaffar,im S. an das Sunda- und Java-Meer, W. und NW. andas chinesische Meer, NO. an das Meer von Mindanaound Celebes, unter der Linie, zwischen 4» 20' s. Br. bis7° n. Br., und 106» 40' bis 116" 48' ö. L. Die Einge-bornen nennen die Insel Dayaka-Varuni. Auf derNO.-Küste sind die Buchten Loblok, Darvel und St.-Lucia;auf der Nordküste Malloudou, der Insel Banguey gegen-über; auf der SO.-Küste die große Bai Banjermassing; aufder West- und Südküste mehrere vorzügliche Häfen. Ge-

birgig ist die Insel größtentheils durch das Krystall-Gebirge,das reich ist an Felskrystall, besonders großen Diamanten,Gold, Eisen, Kupfer, Zinn. Die Goldgruben beuten na-mentlich die Chinesen aus, und gewinnen dadurch jährlichohngefähr 140,000 Unzen. Die ergiebigsten Diamantgru-ben sind die in den Königreichen Pontiana, Banjermassingund Landah. Uebrigens ist die Insel durch die sumpfigenKüstenstriche sehr ungesund, leidet sehr durch Erdbeben,und auf der Westküste dauert die Regenzeit vom Novemberbis zum Mai. Die Produkte sind außer, den erwähnten,Reis, Brodbaumfrüchte, Pataten, Pfeffer, Kampher, Ben-zoe, Drachenblut, Mastix, Betel, Sagu, Baumwolle,Piment, Relkenblüthen, Muskaten, Farbe-, Eben-, San-delholz rc. Von Thieren hat die Insel den Orang-Outang,Panther, Tiger, Elephanten, den Seidenwurm, die Biene,sehr schöne Papageien rc. Die Bewohner sind Papuas,Malaien, Dayaks, in verschiedene Stämme getheilt; undunter ihnen wohnen Javanesen, Chinesen, Araber,Bugghis. Sie stehen unter verschiedenen Häuptlingen oderRajahs. Unter ihnen, scheint es, besitzen die Chinesen dasmeiste Vertrauen der Eingebornen; denn in ihren Händenbefindet sich ein sehr beträchtlicher Theil des Handels derInsel. In den Versuchen, Niederlassungen für den Handelauf der Insel zu gründen, waren die Niederländer bis jetztam glücklichsten. Sie richteten schon 1643 ein Comptoirin Pontiana ein. Jetzt ist ihnen die Hälfte des südwest-lichen Theils der Insel unterthänig. Sie haben sich in derneuesten Zeit ihre Besitzungen noch mehr gesichert. Siehaben auf der Südküstc die Hafenstadt Banjermassing,undaufderSW.-KüsteSuccadana, den wichtigsten Han-delsplatz im indischen Meer für Opium, und machen guteGeschäft«. — Den Engländern mißglückten die Versucheder Niederlassung.

Ueber die Rechnungsweise s. Banjermassing.Pfeffer wird nach dem Pikol -- 100 Kättis, — 131,879preuß. Psd., — 61,313 Kilogramm; und Reis nachdemGäntäng oder Gänton verkauft. 1 Gäntäng ist ----16 Kät-tis , --- 20 holländ. Troy-Pfd., — 9,843 Kilogramm; 230Gäntäng — 1 Last, --> 2826,3 holländ. Troy-Pfd., —30662/z engl. Pfd. »6p. — Gold, Diamanten werdenim Handel mit dem Täl gewogen.

Börse, franz. Kourse, engl. exeksuge, italien. Kars»,heißt das Gebäude, wo sich zu bestimmten Stunden Kauf-leute, Mäkler, Rheder rc. zur Besprechung und Abschließungvon Geschäften und kaufmännischen Verträgen wegen Asse-kuranzen, Frachten, Waaren- und Staatspapier-Lieferun-gen in einer bestimmten Zeit versammeln.

Die berliner Börsen-Ordnung enthält §. 1. folgendeBestimmung. „Die Börse ist die unter Genehmigung desStaats stattfindende Versammlung von Mäklern, Schaffnernund andern Personen, zur Erleichterung des Betriebs kauf-männischer Geschäfte aller Art." Der Ursprung des Na-mens Börse ist ungewiß. Man erzählt, daß das Ver-sammlungshaus der Kaufleute in Brügge einer Familie ranäse veurso gehört und über der Thür das Geschlechtswap-pen, drei Börsen, gehabt habe. Man erzählt auch, daß dasVersammlungshaus der Kaufleute in Antwerpen eine Börseals Zeichen führte. Büsch behauptet, die erste Börse seiin Amsterdam in einem Hause, drei Börsen genannt, einge-

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